Parkhausbrand nach Explosion: Wie gefährlich sind E-Bike-Akkus?

14. Februar 2017 - 17:32 Uhr

Schon öfter verursachten defekte E-Bike-Akkus Brände

Immer wieder hört man von Lithium-Ionen-Akkus, die explodieren. So hat jetzt in Hannover ein E-Bike-Akku einen Fahrradladen und das darüberliegende Parkhaus in Brand gesetzt. Der Schaden liegt bei einer halben Million Euro. Wir erklären, was man beachten sollte, damit Fahrrad-Akkus nicht zum Risiko werden.

Die Explosion eines Elektrofahrrad-Akkus hat in Hannover einen Parkhausbrand mit einer halben Million Euro Schaden ausgelöst. Bei dem heftigen Brand wurde glücklicherweise niemand verletzt. Per Drehleiter rettete die Feuerwehr einen akut gefährdeten Autofahrer von einem der vollkommen verrauchten Parkdecks. Die Ladeneinrichtung wurde vollkommen zerstört.

Schon öfter sorgten in Brand geratene E-Bikes für Unglücke. Im August fing der Akku eines Rades in Bad Bevensen (Niedersachsen) Feuer. 2013 starb im selben Ort ein Hotelgast, weil ein überhitzter E-Bike-Akku das Gebäude in Brand gesetzt hatte. In Weil am Rhein (Baden-Württemberg) setzte im vergangenen April ein defekter Akku ein Mehrfamilienhaus in Brand. Nach Angaben des Bewohners hatte der Hersteller den Vorgänger des Akkus bereits austauschen lassen, weil er sich selbst entzünden könnte.

Gerade jetzt im Winter, wenn die Pedelecs mal länger bei Kälte ungenutzt rumstehen und sich der Akku so fast vollständig entlädt, ist die Gefahr groß, dass es beim Wiederaufladen zu einem Brand kommt. "Bei Frost oder bei zu großer Hitze kommt es zu Schädigungen und beim neuerlichen Laden kann es dann zu Brandereignissen kommen", sagt Rainer Weiskirchen vom TÜV Rheinland.

Wie Sie einen Akku-Brand vorbeugen können, verraten wir Ihnen im Video!