Peinliche Polizei-Panne!

Beamte halten Haribo-Erdbeeren für Drogen

Für die Polizisten sahen die zerkleinerten Haribo-Erdbeeren täuschend echt aus.
Für die Polizisten sahen die zerkleinerten Haribo-Erdbeeren täuschend echt aus.
© Twitter/@prefpolice

22. März 2021 - 10:42 Uhr

Französische Polizei fällt auf Ecstasy-Fake rein

"Haribo macht Kinder froh" und die Polizei wohl ebenso… anders kann man sich nicht erklären, wieso Polizeibeamte 25 Kilogramm Haribo-Erdbeeren beschlagnahmen sollten. Außer, man hält die Süßigkeiten aus Versehen für Ecstasy und meldet einen Riesen-Fahndungserfolg auf Twitter. Dieser Fauxpas ist tatsächlich französischen Polizisten am vergangenen Mittwoch passiert.

Peinlicher Fahndungserfolg! Polizei postete rosa Tütchen auf Twitter

Voller Stolz teilte die Pariser Polizei am Mittwoch via Twitter mit, dass Polizisten im nördlichen Vorort Saint Quen eine Drogenwerkstatt ausgehoben hätten, die geheime Partys versorgt haben soll. Man habe insgesamt Ecstasy im Wert von rund einer Million Euro konfisziert, heißt es im Tweet, dem noch zwei Fotos mit kleinen rosa Tütchen beigefügt worden sind. Doch der Mega-Erfolg der Polizei löste sich in rosa Wolken auf.

Wie die Staatsanwaltschaft zwei Tage später zugeben mussten, handelt es sich bei den vermeintlichen Partydrogen um "zerkleinerte" Schaumzucker-Erdbeeren von Haribo, die in Frankreich auch "Tagada" genannt werden. Laut einer toxikologischen Untersuchung habe das Pulver weder mit "Betäubungsmitteln" noch anderen "giftigen Substanzen" zu tun. Die Hersteller wollten damit offenbar Käufer täuschen, die sich einen echten Rausch erhofften.

Polizei nimmt dennoch zwei Männer fest

Die Polizei nahm dennoch zwei Männer fest. Und zwar wegen des Handels mit gestohlenen Telefonen. In der Wohnung der Verdächtigen seien rund 20 Telefone beschlagnahmt worden. Für die Beamten wohl immerhin ein kleiner Trost.