Paris St. Germain verweigerte Kylian Mbappé einen Privatjet

Paris SG hat viel unternommen, um die Vertragsunterschrift von Kylian Mbappe zu bekommen, aber alle Wünsche des Spielers erfüllte der Club nicht
Paris SG hat viel unternommen, um die Vertragsunterschrift von Kylian Mbappe zu bekommen, aber alle Wünsche des Spielers erfüllte der Club nicht
© REUTERS, ALESSANDRO BIANCHI, DY

07. November 2018 - 14:55 Uhr

Paris vs. Madrid: Süßer die Kassen nie klingen

Vor Kylian Mbappés Wechsel vom AS Monaco zu Paris St. Germain haben die Clubs im Werben um den Stürmer mit den Millionen nur so um sich geschmissen. Das berichten Der Spiegel sowie sein französischer Kooperationspartner Mediapart.

Nicht der Scheich macht reich - sondern Papa Mbappé

Mit 19 Jahren ist Mbappé der Superstar der Zukunft. Entsprechend heiß begehrt war der französische Stürmer, als er im Sommer 2017 Monaco verlassen wollte. Real Madrid und Paris St. Germain buhlten um die Gunst des heutigen Fußball-Weltmeisters.

Um die Vertragsunterschrift Mbappés zu bekommen, handelte PSG-Sportdirektor Antero Henrique mit Vater Wilfrid Paket aus, das seinesgleichen sucht.

Mbappé kassierte beim französischen Meister eine Unterschriftsprämie von 5 Millionen Euro und erhielt einen mit 50 Millionen Euro dotierten Fünfjahres-Vertrag. Auf Wunsch des Vereins steigert sich das Salär von Saison zu Saison. Bei 7 Mio. Euro ging es 2017/18 los. In dieser Saison steigern sich die Zahlungen auf 9,3 bis zu 12 Mio. Euro im letzten Vertragsjahr, sollte der Youngster dann immer noch im PSG-Trikot kicken.

Kein Privatjet - dafür aber ein Hausmeister

Soccer Football - Ligue 1 - Paris St Germain vs Lille - Parc des Princes, Paris, France - November 2, 2018  Paris St Germain's Kylian Mbappe reacts  REUTERS/Christian Hartmann
Fliegen darf Kylian Mbappé nicht auf Kosten des Clubs, dafür kümmert sich immer jemand um die Heizung
© REUTERS, CHRISTIAN HARTMANN, DY

Es wurden aber nicht alle Wünsche der Familie Mbappé erfüllt. So sollte der französische Nationalspieler zum bestbezahlten Spieler im Kader aufsteigen, wenn er den Ballon d'Or gewinnt. Statt maximal 12 Mio. Euro würde sein Lohn dann auf eine Stufe mit dem Brasilianer Neymar (26) angehoben, der pro Saison 30 Mio. Euro kassiert. PSG lehnte aber ab, garantierte ihm stattdessen eine Prämie von 500.000 Euro netto beim Gewinn der Trophäe.

Darüber hinaus forderte der damals 18-Jährige, dass ihm sein neuer Arbeitgeber einen Privatjet an 50 Stunden pro Woche zur Verfügung stellte. Auch das war PSG zu viel. Stattdessen bewilligte Henrique einen monatlichen Zuschuss von 30.000 Euro für persönliche Mitarbeiter wie einen Hausmeister, einen Fahrer oder einen Bodyguard. Was für eine bittere Pille für Mbappé, die er aber geschluckt hat.