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Ein Jahr nach dem Notre-Dame-Brand: Coronavirus stoppt den Wiederaufbau

16. April 2020 - 9:53 Uhr

Zeit des Wiederaufbaus in Notre-Dame

Der Brand der Notre-Dame in Paris ist für viele Franzosen noch immer schmerzlich. Vor einem Jahr wurde durch ein Feuer das Dach der Kathedrale zu einem großen Teil zerstört. Bis Juni 2020 sollen kosten in Höhe von 85 Millionen Euro angefallen sein. Und das, bevor die eigentliche Renovierung angefangen hat. In vier Jahren, so hatte Emmanuel Macron angekündigt, sollten die Bauarbeiten beendet sein. "Es gab eine Zeit der Prüfung und der Emotionen, dann eine Zeit des Nachdenkens. Aber jetzt hat die Zeit für den Wiederaufbau begonnen", so der französische Präsident. Doch das Coronavirus macht den Wiederaufbau-Plänen einen Strich durch die Rechnung. Wie der Rekonstrukteur der Notre-Dame die Lage einschätzt, sehen Sie im Video.

Coronavirus legt Bauarbeiten lahm

Anfang März sollte das Metallgerüst an der Notre-Dame entfernt werden. Im Sommer hätten dann die Wiederaufbauarbeiten begonnen. Doch bevor die Arbeiten am Gerüst beginnen konnten, schickte Präsident Macron die Franzosen in Quarantäne. Die strengen Auflagen führten zu einem Baustopp. Dieser kann voraussichtlich erst im Sommer nächsten Jahres aufgehoben werden.

Was ist seit dem Brand passiert? Eine Chronologie:

  • 15. April 2019: Am Abend fängt das Dach Feuer und zerstört einen Großteil des Daches
  • 16. April 2019: Am Morgen ist das Feuer vollständig gelöscht
  • Pariser Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein
  • Milliardäre und Promis spenden Geld für Wiederaufbau: Salma Hayeks Ehemann, der französische Milliardär François-Henri Pinault, kündigt eine Spende von 100 Millionen Euro an
  • Emmanuel Macron kündigt den Wiederaufbau bis 2024 an
  • Zwei Monate nach dem Brand sind von den angekündigten 850 Millionen Euro 80 Millionen eingegangen
  • Drei Monate nach dem Brand leiden die Geschäfte um die Notre-Dame an ausbleibenden Touristen
  • Ein Jahr nach dem Brand sind die Sicherungsarbeiten noch nicht abgeschlossen, und das Coronavirus legt die Bauarbeiten lahm