Erfolgreichste deutsche Behindertensportlerin

Trotz drohender Erblindung: Kugelstoßerin Birgit Kober gewinnt Gold bei Para-WM

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14. November 2019 - 16:07 Uhr

14 Siege bei 14 Großereignissen

Die erfolgreiste deutsche Behindertensportlerin gewinnt schon wieder: Kugelstoßerin Birgit Kober hat bei der Para-Leichtathletik-WM in Dubai die Goldmedaille geholt. Für die 48-Jährige ist es bereits das 14. Gold bei eingem Großereignis. Paralympics Weltmeister- oder Europameisterschaften: Die Deutsche zeigt ihren Konkurrenten immer, dass sie die beste der Welt ist - obwohl sie vor der WM eine echte Schockdiagnose verarbeiten musste. Kober droht zu erblinden.

„Gold ist Gold - und Gold ist geil“

Mit 11,19 Metern setzte sich Kober gegen die Konkurrenz durch - für sie persönlich nicht die gewünschte Top-Leistung. Bei 11,79 Metern liegt ihre persönliche Bestleistung, die gleichzeitig in ihrer Startklasse Weltrekord ist.

"Ich hätte gerne gezeigt, dass ich mehr drauf habe", so die Athletin des BSG Bad Oeynhausen. "Aber Gold ist Gold - und Gold ist geil. Es wäre ja Wahnsinn, wenn ich mich nicht darüber freuen würde."

Schocknachricht vor der WM

Kober hat seit vielen Jahren eine Koordinationsstörung der Muskel und einer linksseitigen Spastik, ist deshalb auf den Rollstuhl angewiesen. Bereits vor der Weltmeisterschaft musste sie eine Schockdiagnose verkraften. Die Münchenerin droht zu erblinden. Auf dem linken Auge sieht sie nichts mehr - jetzt bedroht eine Sehnerventzündung das rechte Auge. Ihre Technik musste die 48-Jährige bereits umstellen, vom erneuten Gold-Erfolg konnte sie die Erkrankung aber nicht abbringen.