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Papst Franziskus predigt Zusammenhalt: "Verschiedenheit ist keine Gefahr"

Weihnachtsbotschaft und traditioneller Segen "Urbi et Orbi"

Papst Franziskus predigt Zusammenhalt: "Verschiedenheit ist keine Gefahr"

25.12.2018, Vatikan, Vatican City: Papst Franziskus, flankiert von Zeremonienmeister Guido Marini, kommt, um den Urbi et Orbi (lateinisch für "Der Stadt und dem Erdkreis") Weihnachtssegen vom Hauptbalkon der Peterskirche im Vatikan zu spenden. Foto:
Weihnachten im Vatikan: Papst Franziskus
ALT, dpa, Alessandra Tarantino

"Unsere Verschiedenheit schadet uns nicht"

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft angesichts von Konflikten und Kriegen zu Toleranz und Zusammenhalt zwischen den Menschen aufgerufen. "Unsere Verschiedenheit schadet uns (...) nicht, sie bedeutet keine Gefahr; sie ist vielmehr ein Reichtum", sagte das Katholikenoberhaupt am ersten Weihnachtsfeiertag von der Loggia des Petersdoms vor rund 50.000 Menschen auf dem Petersplatz in Rom.

Papst Franziskus: "Wir sind alle Geschwister"

"Es ist wie bei einem Künstler, der ein Mosaik gestalten will: Es ist besser, Steine mit vielen Farben zur Verfügung zu haben, als nur mit wenigen Farben zu arbeiten!" Die universale Botschaft von Weihnachten sei, dass "wir alle Geschwister sind", sagte der Argentinier.

"Ohne die Geschwisterlichkeit, die Jesus uns geschenkt hat, behalten all unsere Bemühungen um eine gerechtere Welt einen kurzen Atem, und selbst die besten Vorhaben drohen seelenlose Strukturen zu werden." Trotz Verschiedenheiten und Uneinigkeiten halte ein "unauflösliches Band" die Menschen in ihrer Vielfalt der Ethnien, Sprachen und Kulturen zusammen.

Franziskus blickt auf Konflikte und Kriege in der Welt

Bevor der Argentinier den traditionellen "Urbi et Orbi"-Segen ("der Stadt und dem Erdkreis") spendete, ging er auf Konflikte und Kriege in aller Welt ein. Der Pontifex äußerte die Hoffnung, dass Israelis und Palästinenser mit Dialog den jahrzehntelangen Konflikt beenden.

Mit Blick auf den Syrien-Krieg forderte er einen entschiedenen Einsatz der internationalen Gemeinschaft für eine politische Lösung, "die die Spaltungen und Einzelinteressen beiseitelässt". Franziskus sprach auch die Krisen in Venezuela, Nicaragua und in der Ukraine sowie das vielerorts herrschende Elend in Afrika an.

Quelle: DPA/RTL.de