Frauen und Kinder vor "Sklaverei" schützen

Thailand-Besuch: Papst Franziskus prangert Sextourismus an

20.11.2019, Thailand, Bangkok: Papst Franziskus wird von Offiziellen empfangen, als er in Bangkok ankommt. Der Papst ist zu seiner ersten Reise nach Thailand und Japan aufgebrochen. Foto: ---/kyodo/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
© dpa, ---, tli

22. November 2019 - 9:50 Uhr

Papst Franziskus: Frauen und Kinder sind Missbrauch ausgesetzt

Bei seinem viertägigen Besuch in Thailand hat Papst Franziskus den sexuellen Missbrauch und Sklaverei von Kindern und Frauen angeprangert. "Ich denke auch an all jene Frauen und Kinder unserer Zeit, die besonders verletzt und vergewaltigt werden und jeder Form von Ausbeutung, Sklaverei, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Katholiken sind in Thailand eine Minderheit

Papst Franziskus winkt Anhängern aus dem Papamobil zu
Papst Franziskus (M.) winkt Anhängern aus dem Papamobil zu. Er ist zu einem viertägigen Besuch in Thailand.
© dpa, Gregorio Borgia, WS fgj

Franziskus kam in der Hauptstadt Bangkok am Donnerstag zunächst mit Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha zusammen. Anschließend stand ein Treffen mit König Maha Vajiralongkorn an. Abends wollte er vor Zehntausenden Gläubigen eine Messe lesen. In Thailand ist die Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens. Katholiken sind mit nicht einmal 400.000 Gläubigen eine kleine Minderheit.

Bei dem Treffen mit Premierminister Prayut, einem ehemaligen Putschgeneral, lobte Franziskus "Anstrengungen" der Regierung, die "Plage" der Ausbeutung von Frauen und Kindern auszurotten. Er appellierte an die Regierung, "dieses Übel auszumerzen und einen Weg anzubieten, ihnen ihre Würde zurückzugeben".

Sextourismus und Kinderprostitution sind in Thailand und anderen südostasiatischen Ländern verbreitet. Auch aus Deutschland reisen viele Männer an, um Sex mit Einheimischen zu haben, oft auch mit Minderjährigen. Prostitution ist in Thailand eigentlich verboten.

Papst Franziskus in Thailand: Migranten und Flüchtlinge schützen

​Franziskus ging auch auf die vielen Migranten ein, die auf der Suche nach Arbeit aus Nachbarländern wie Myanmar oder Laos nach Thailand kommen. Bei dem Treffen mit der Regierung sagte er, jede Nation möge Migranten und Flüchtlinge schützen. "Es geht nicht bloß um Migranten. Es geht auch um das Gesicht, das wir unseren Gesellschaften geben wollen." Thailands Polizei steht im Ruf, hart gegen Flüchtlinge vorzugehen.