Papst beklagt Säkularisierung in Europa

14. Februar 2016 - 5:48 Uhr

Papst Benedikt XVI. hat vor 300.000 Gläubigen in der kroatischen Hauptstadt Zagreb die zunehmende Säkularisierung (Verweltlichung) in Europa beklagt. "Leider müssen wir feststellen, dass sich - speziell in Europa - eine Säkularisierung ausbreitet, die zu einer Ausgrenzung Gottes aus dem Leben und zu einer zunehmenden Auflösung der Familie führt", sagte der Heilige Vater bei einem Gottesdienst auf der Pferderennbahn.

Zuvor hatten ihm die Teilnehmer, die teilweise schon um drei Uhr früh aus dem benachbarten Ausland angereist waren, einen bejubelten Empfang bereitet. "Als Ideal pflegt man den individuellen Wohlstand durch den Konsum materieller Güter sowie durch flüchtige Erlebnisse, wobei die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen und die tiefsten menschlichen Werte vernachlässigt werden", kritisierte das Kirchenoberhaupt. "Die Liebe wird auf eine gefühlsselige Gemütsbewegung reduziert und auf die Befriedigung instinktiver Triebe." "Wir sind dazu berufen, dieser Mentalität entgegenzuwirken!", appellierte Benedikt an die Gottesdienstbesucher.