Kolumne von Sebastian Priggemeier

Papa spart: Mit der 52-Wochen-Challenge 1.378 Euro beiseite legen

Bei der 52-Wochen-Challenge kommt jede Woche ein Euro mehr ins Sparschwein
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24. März 2020 - 20:02 Uhr

Vermögensaufbau ohne Verzicht

Neues Jahr, neue Ziele. Ich habe mir für 2020 ein finanzielles Ziel gesetzt. Was ich vorhabe? Ich werde in diesem Jahr Woche für Woche einen gewissen Geldbetrag beiseite legen. 52 Wochen lang. Und zwar nach einem klaren und total simplen Konzept, das im Internet unter dem Begriff "52-Wochen-Spar-Challenge" kursiert. Hört sich nach einer krassen Herausforderung an, soll aber eigentlich ganz locker sein. Und die Dauer-Disziplin zahlt sich richtig aus (im wahrsten Sinne des Wortes). Denn am Ende der Challenge werde ich 1.378 Euro angespart haben. Ganz nebenbei, ohne Verzicht. Wie genau das geht, erkläre ich hier im vierten Teil meiner Kolumne "Papa spart".

So funktioniert die 52-Wochen-Spar-Methode

Die Challenge ist schnell erklärt, weil sie so einfach und logisch ist. Jede Woche wandert Geld ins Sparschwein. Und zwar nach folgendem System:

Kalenderwoche 1 der Challenge >> 1 Euro sparen,
Kalenderwoche 2 >> 2 Euro sparen,
Kalenderwoche 3 >> 3 Euro sparen - und so weiter und so weiter.

In Kalenderwoche 52 landen dementsprechend 52 Euro im Sparschwein.

Nach rund einem Jahr ist der angesparte Betrag dann auf 1.378 Euro angewachsen.

Geld, das ich als Familienvater super zur Finanzierung der Weihnachtsgeschenke nutzen kann - als eine Art selbst beschafftes Weihnachtsgeld sozusagen. Oder für einen Kurzurlaub mit der Familie. Oder für das neue Outfit, das ansonsten finanziell einfach nicht drin gewesen wäre. PAYDAY! Zeit für eine Gönnung. Schließlich soll das Ganze ja auch Spaß machen und positiv in Erinnerung bleiben. Und wer ganz hart ist, spart einfach weiter. Es zwingt einen ja niemand, das angesammelte Geld gleich wieder auszugeben.

Sparplan-Vorlage ausdrucken, Zettel schreiben oder Excel-Tabelle anlegen und einfach starten

Spar-Challenge: Kind hilft mit
So wird Sparen zur Familien-Aktion: 52 Mini-Zettel mit Zahlen beschriften und das Kind einbinden. Meine Tochter hat unsere Zettel für die Lostöpfe gefaltet.
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Jede Woche einen Euro mehr abzwacken - das schafft jeder. Ob Sie das Geld in bar ansparen (wie ich) und in ein XXL-Einmachglas stecken oder zu Wochenbeginn auf ein spezielles Konto überweisen, bleibt Ihnen überlassen. Genau wie die Art der Durchführung. Wer Sorge hat, dass es in der zweiten Jahreshälfte finanziell richtig eng wird, weil plötzlich jede Woche Raten von 30 Euro und mehr anfallen, macht es einfach so:

  • Die Zahlen 1 bis 52 auf kleine Zettelchen schreiben, in einen Behälter packen und jede Woche einen Zettel ziehen - darauf steht dann die Summe, die für die betreffende Woche gespart werden soll. Mit diesem System verteilen sich die großen Raten besser auf das Jahr und es kommt ab dem Sommer nicht so dicke. Ich werde meine Tochter die "Lose" ziehen lassen, damit sie merkt, dass Sparen Spaß macht und sieht, wie unser kleiner Geldspeicher sich füllt.

Auch der Start-Zeitpunkt der Challenge ist natürlich frei wählbar. Viele nutzen den Jahreswechsel als Auftakt. Klar: neues Jahr, neue Motivation. Aber ein Start im Mai oder Juni kann genauso sinnvoll sein, denn so haben Sie am Ende der Challenge ein bisschen Handgeld für den Sommerurlaub beisammen.

Unter dem Hashtag #52wochenchallenge finden Sie bei Instagram, Facebook & Co. Sparplan-Vorlagen zum Ausdrucken (und eine motivierende Community). Sie können aber auch einfach

  • einen normalen Kalender nutzen und jede Spar-Rate eintragen,
  • auf dem Computer eine Excel-Liste anlegen
  • oder eine spezielle Handy-App nutzen (dafür die Suchbegriffe "52 Weeks Challenge" oder "52 Wochen" im App-Store eingeben).

Achtung: Teilweise kosten die 52-Weeks-Apps Geld - das können Sie sich sparen. Zettel und Stift oder Kollege Computer tun's auch. Warum Geld ausgeben, wenn es günstiger geht? Bei der 52-Wochen-Challenge geht es schließlich auch darum, sich selbst ein Stück weit zu erziehen und das Sparen zur Routine zu machen. Irgendwann ist es ganz normal, Geld beiseite zu legen. Eine nützliche Angewohnheit. Genau wie unsere neue Spar-Methode: Mit Meal Prep geben wir monatlich 100 Euro weniger fürs Essen aus.

Sind Sie dabei? Falls ja: Viel Spaß beim Sparen! Hier wird es regelmäßig Updates zum Verlauf der Challenge geben. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

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