Panne in Sachsen

Erzieher, Polizisten und Lehrer versehentlich für Corona-Impftermine freigeschaltet

Panne im Sachsen: Polizisten, Erzieher und Lehrer wurden versehentlich bereits für Impftermine freigeschaltet (Symbolbild).
Panne im Sachsen: Polizisten, Erzieher und Lehrer wurden versehentlich bereits für Impftermine freigeschaltet (Symbolbild).
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22. Februar 2021 - 18:16 Uhr

Diese Berufsgruppen sind noch gar nicht an der Reihe

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Sachsen hat am Freitag bei der Vergabe von Impfterminen in zwei Schritten Berufsgruppen freigeschaltet, die noch gar nicht an der Reihe sind. So konnten sich Polizisten, Lehrer und Erzieher verfrüht einen Termin geben lassen. Zuerst berichtete "BILD".

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Verfrühte Freischaltung in Vorbereitung auf neue Prioritätenliste

Die Freischaltung der Berufsgruppen sei ein Fehler im System gewesen. So erklärt DRK-Sprecher Kai Kranich gegenüber "BILD", wie es dazu kam: "Vorbereitungen für die Ausweitung der Impfkampagne führten zu einer verfrühten Freischaltung im Buchungssystem. Dies wurde mittlerweile wieder abgestellt. In Erwartung einer kurzfristigen Entscheidung des Bundes hat sich das Sozialministerium gemeinsam mit dem DRK vorbereitet, schnell das Impfangebot einem erweiterten Personenkreis anbieten zu können. Sobald die Rechtsverordnung geändert ist, wird diese Buchungsmöglichkeit erneut freigeschaltet."

DRK habe technisch vorgegriffen

Das DRK habe sich technisch auf eine mögliche neue Impf-Verordnung vorbereiten wollen, als es versehentlich Personengruppen frühzeitig freigeschaltet habe. Aktuell haben in Deutschland Personen über 80 Jahre, Pflegeheimbewohner und medizinisches Personal Anspruch auf eine Covid-19-Impfung. So ist es zumindest im Stufenplan der Bundesregierung festgehalten. Am heutigen Montag erst wollen die Gesundheitsminister der Länder zusammen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über das Anpassen der Prioritätenliste diskutieren. Dabei gehe es auch darum, ob Lehrer und Erzieher zur nächsten Impf-Gruppe gehören sollen.

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Polizisten, Erzieher und Lehrer sollen AstraZeneca bekommen

In Sachsen wiederum haben sich Lehrer, Erzieher und Polizisten am vergangenen Freitag einen Impf-Termin organisiert. Ob sie den Termin bereits wahrgenommen haben, kann das DRK nicht sagen. Jedoch sollen die Personen eine Impfung erhalten. Es sei ausreichend Impfstoff vorhanden und auf diesem Wege könne Weg AstraZeneca verabreicht werden. Dann würden die Personen, die frühzeitig einen Termin erhalten haben, den älteren Menschen auch keinen Impfstoff weg nehmen.

Terminvergabe wieder aktualisiert

Auch ist das Buchungssystem für die Vergabe von Impfterminen wieder aktualisiert. Sollten weitere Personengruppen Anspruch auf einen Termin haben, wird das DRK diese Gruppen unverzüglich freischalten.