Panne im Rechnungswesen: Polizei NRW kann nichts mehr bezahlen

Wegen einer Panne im Rechnungswesen hat die Polizei ein NRW ein echtes Problem.
© dpa, Federico Gambarini

20. März 2018 - 16:12 Uhr

25.000 unbezahlte Rechnungen bei der NRW-Polizei

Mal eben den Streifenwagen auftanken? Fehlanzeige. Ein Eimer Farbe bei Obi? Gibt's nicht. Die Polizei in NRW kämpft mit einer peinlichen Rechnungspanne und kann momentan die anstehenden Zahlungen kaum begleichen. Grund ist ein fehlerhaftes Buchungssystem, das dazu führte, dass zwischenzeitlich 25.000 unbezahlte Rechnungen offen waren. Nun ist Besserung in Sicht.

Ein Dienstleister soll für die Panne verantwortlich sein

Der Berg der unbearbeiteten Rechnungen bei der nordrhein-westfälischen Polizei wird nun langsam kleiner. Nach der Einführung eines neuen Rechnungswesens zum Jahresbeginn hatten sich die 25.000 unbearbeiteten Rechnungen aufgestaut. Das zuständige Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) macht dafür einen Dienstleister verantwortlich. Er soll die zugesicherten Leistungen nicht erbracht haben.

Seit vergangener Woche arbeite man nun mit einer neuen Firma zusammen, teilte das LZPD am Dienstag in Duisburg mit. Die Zahlen seien jetzt rückläufig. Die Anzahl der aktuell offenen Rechnungen belaufe sich allerdings immer noch auf 23.000.

Die 'Rheinische Post' hatte zuerst über die neuen Entwicklungen berichtet. An jedem Werktag gingen beim LZPD etwa 2.300 Rechnungen ein. "Das tägliche Abarbeiten läuft mittlerweile, die Flut unbearbeiteter Rechnungen haben wir damit gestoppt", sagte LZPD-Direktor Rainer Pannenbäcker laut der Mitteilung. Die mehr als 70 Mitarbeiter der neuen Firma sollen den Rückstau nun "in den nächsten Wochen" aufarbeiten. Vor allem Mahnverfahren sollen schnell bearbeitet werden. Über 30.000 Geschäftspartner arbeiten mit der NRW-Polizei ständig zusammen.

Wie die 'Rheinische Post' berichtete, sind beim Baumarkt Obi so viele Rechnungen offen gewesen, dass Beamte für Renovierungen nichtmal mehr einen Eimer Farbe ausgehändigt bekamen.