16. Dezember 2018 - 11:59 Uhr

Schlechter Scherz: "Der schlimmste Tag meines Lebens."

In einem Dortmunder Einkaufszentrum gehen mehrere Böller hoch. Für die Täter mag es nur ein Spaß gewesen sein. In einer Zeit, in der die Terrorgefahr groß ist, und nur wenige Tage nach dem Anschlag von Straßburg, ist dieser Spaß allerdings nicht witzig. Oder wie eine junge Frau auf Twitter schrieb: "Leute in purer Panik. Todes Angst, dass heute dein letzter Tag sein könnte. Mag sein, dass es "nur" ein Böller war. Aber für uns war es als müssten wir gleich sterben, … der schlimmste Tag meines Lebens."

Polizei sucht Zeugen

Sie ist nicht die einzige, der es so ergeht. Hunderte Menschen sind in Angst und Schrecken, geraten in Panik Samstag in Panik und versuchen fluchtartig das Gebäude in der Innenstadt zu verlassen. Dabei werden nach ersten Erkenntnissen sieben Menschen leicht verletzt, so die Polizei Dortmund via Twitter mit. Beamte und Rettungskräfte versuchen die Situation vor Ort in den Griff zu kriegen und die Menschen zu beruhigen. Was genau passiert ist, muss noch geklärt werden, sagt ein Polizeisprecher.

Kurz nach den Detonationen werden vier Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren in Gewahrsam genommen. Es wird geprüft, ob die Böller gezündet haben. Außerdem gibt die Polizei Entwarnung: Keine Gefahr für Menschen in der Innenstadt und auf dem bekannten Dortmunder Weihnachtsmarkt.

Die Polizei bittet nun Zeugen und Verletzte, sich telefonisch zu melden oder direkt zum Präsidium zu kommen.