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In dieser bayerischen Kleinstadt sind die Pandas los

Panda-mie statt Pandemie: Warum sich in Ebern die schwarz-weißen Bären vermehren

26. Januar 2021 - 17:59 Uhr

In Ebern ist das Panda-Fieber ausgebrochen

In der bayerischen Kleinstadt Ebern grassiert seit kurzer Zeit die Panda-mie. Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Die aktuelle Corona-Pandemie gibt es dort zwar auch, aber bei dieser Geschichte geht es wirklich um die schwarz-weißen Bären. Denn die vermehren sich hier nahezu unkontrolliert. Immerhin: "Patient Null" ist inzwischen identifiziert. Unsere Reporterin hat sich auf Spurensuche im "Hochrisikogebiet" begeben und zeigt den Panda-Hype im Video.

Panda-mie!

Sie schauen unschuldig aus Wohnzimmerfenstern, kleben in Schaufenstern geschlossener Buchhandlungen. Ja, sogar zu Schneebären geformt zieren sie Vorgärten: Pandas! Das 7.000-Seelen-Dorf scheint voll davon. Und es werden immer mehr. Ob es sich bereits um ein exponentielles Wachstum handelt, vermag Bürgermeister Jürgen Hennemann nicht zu beantworten. Aber Fakt ist, die Panda-mie scheint in Ebern nicht mehr aufzuhalten.

Bernd Ziegler mit "Patient Null" , dem ersten Panda in Ebern.
Bernd Ziegler mit "Patient Null" , dem ersten Panda in Ebern.
© RTL

Wer die Ansteckungskette konsequent zurückverfolgt, landet bei Bernd Ziegler. Er hat im Herbst am Marktplatz ein altes Haus gekauft und will es zu einem Hotel umbauen. 25 Jahre lang saß dort ein Teddybär im Fenster und beobachtete das rege Treiben. Damit der nicht so einsam ist, kaufte Ziegler Plüsch-Pandas und ließ sie ebenfalls nach draußen schauen. Weil er den Anblick irgendwie putzig fand, postete er ein Foto in einer lokalen Facebook-Gruppe. Mit solch einer dynamischen Entwicklung hat er allerdings nicht gerechnet.

Pandas ohne politische Botschaft

"Es ist einfach schön, wenn die Leute spazieren gehen und so etwas Nettes sehen", sagt Bernd Ziegler über seine Stoff-Bären. Doch es blieb eben nicht beim kontaktlosen Anschauen. Der Panda-Wahnsinn sprang über. Plötzlich malten die Eberner Panda-Figuren an die Fenster, nähten oder bastelten Pandas in allen erdenklichen Ausführungen. Und geboren war sie, die Panda-mie.

Die Eberner im Panda-Fieber.
Die Eberner im Panda-Fieber.
© RTL

"Ich habe nie erwartet, dass das so einen Medien-Hype gibt. Es sollte einfach nur etwas passieren in dem Haus, das jetzt 30 Jahre leer stand", sagt Ziegler. Auch wenn er der "Verursacher" der hohen Panda-Inzidenz in seiner Stadt ist, ist ihm eines wichtig: Eine politische Botschaft wie beim stillen Panda-Protest der Gastronomen gegen den zweiten Lockdown steckt nicht dahinter.

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