7. Juli 2017 - 14:54 Uhr

Traditionsreich und umstritten: Stierlauf in Nordspanien

Bei der ersten Stierhatz des diesjährigen 'Sanfermines'-Festes sind im nordspanischen Pamplona mehrere Läufer verletzt worden. Zwei 35 und 29 Jahre alte Amerikaner seien jeweils am Bauch sowie am Hodensack aufgespießt worden, berichtete die Zeitung 'ABC' unter Berufung auf die behandelnden Ärzte.

Mutprobe für die Läufer

Runners try to avoid a Cebada Gago bull during the first running of the bulls at the San Fermin festival in Pamplona, Spain July 7, 2017. REUTERS/Eloy Alonso
Jedes Jahr werden bei dem traditionsreichen Lauf zahlreiche Läufer verletzt.
© REUTERS, ELOY ALONSO, EAG/DEG

Ein 46-jähriger Spanier sei in kritischem Zustand, er habe Verletzungen am Kopf und an einem Bein davongetragen, nachdem ein Bulle ihn in die Luft geworfen habe. Weitere Teilnehmer seien wegen Prellungen behandelt worden.

Bis kommenden Freitag werden täglich sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere Leitochsen von Hunderten von Männern und auch einigen wenigen Frauen durch die engen Gassen der Stadt Pamplona bis in die Stierkampfarena gejagt.

Bei den sogenannten Mutproben der waghalsigen Läufer über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende Menschen verletzt. Das letzte Todesopfer gab es im Jahr 2009.

Jährliche Proteste

Menschen mit aufgesetzten Stier-Hörnern demonstrieren am 05.07.2017 in Pamplona (Spanien) gegen das Stierkampf-Festival «San Fermin». Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Menschen mit aufgesetzten Stier-Hörnern demonstrieren in Pamplona gegen Stierkämpfe.
© dpa, Alvaro Barrientos, AB abl

Auch dieses Jahr protestierten Tierschutzgruppen gegen die weltberühmte Veranstaltung, die inzwischen auch in Spanien äußerst umstritten ist. Das oftmals blutige Volksfest lockt dennoch tausende Touristen aus aller Welt an, vor allem aus Europa, Australien und den USA.