21. Februar 2019 - 16:25 Uhr

Youtuber "MattsWhatItIs" deckt Pädophilie-Skandal auf

Schock für Youtube-Fans: Anfang der Woche hat Video-Blogger Matt Watson ("MattsWhatItIs") aufgedeckt, wie die Webseite durch ein paar einfache Schritte zu einer Plattform für Pädophile wird. In einem 20-minütigen Video beschrieb er, wie Pädophile über die Kommentarfunktion Videos filtern können, in denen junge Mädchen in sexuell aufreizenden Posen gezeigt werden. Medienberichten zufolge haben internationale Konzerne wie Nestlé und Disney daraufhin veranlasst, dass ihre Werbung nicht mehr bei Youtube ausgespielt wird - um zu verhindern, dass sie vor den besagten Kinder-Videos auftaucht.

Videos werden nicht vom Urheber selbst, sondern von anonymen Accounts hochgeladen

Hinter dem Skandal steckt angeblich ein "Soft-Core-Pädophiliering". Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Über die Trendsuche gelangen User sehr einfach in eine Sparte, in der Youtube nur Videos von kleinen Kindern anbietet. Die Upload-Accounts tragen meist kryptische Namen, oft auch in russischer Sprache. Dabei haben die Urheber ihre Videos nicht selbst veröffentlicht – die Inhalte wurden durch fremde, anonyme Accounts neu hochgeladen.

Durch den Empfehlungs-Algorithmus würden Nutzer zu Videos mit ähnlichen Inhalten geführt, wodurch die sexuelle Ausbeutung von minderjährigen Kindern gefördert werde, berichtet Blogger Watson.

Es ist nicht das erste Mal, dass Youtube Probleme mit dieser Thematik hat

Schon 2017 bereitete der "Elsagate"-Skandal dem Youtube Probleme. Es tauchten tausende Videos von eigentlich kindgerechten Inhalten wie Zeichentrickserien auf, in die gewalttätige und sexuell anstößige Szenen eingebaut wurden. Das Ziel: Eine möglichst große Reichweite erzielen, um durch die davor geschaltete Werbung Geld zu verdienen. Selbst wenn Youtube eines der Videos löschte, die durch Namen von Kinderhelden wie "Peppa Wutz" oder "Spider Man" zu finden waren, luden anonyme Accounts prompt neue Videos hoch.

Da das Werbekonzept der Video-Plattform auf Klickzahlen und In-Video-Ads beruht, wird auch vor solch skandalösen Videos Werbung geschaltet. Aus diesem Grund hat Nestlé ebenso wie Disney die Youtube-Werbung gestoppt. Andere Konzerne planen ebenfalls einen Werbe-Boykott.

Hier haben wir zusammengefasst, worauf Sie achten sollten, damit Ihr Kind von solchen Inhalten verschont bleibt.