25. Juli 2015 - 12:35 Uhr

"Wir können doch ein Mitglied der Familie nicht im Wald zurücklassen"

Seit Montag wartet ein Pärchen aus Longuich bei Trier auf einem Autobahnparkplatz in der Nähe von Ulm auf die Rückkehr seines entlaufenen Hundes Flecki. Der Mischling hatte sich losgerissen, weil ihn ein lauter Knall von Sprengarbeiten einer nahe gelegenen Baustelle erschreckt hatte.

"Wir können doch ein Mitglied der Familie nicht im Wald zurücklassen", sagte Besitzer Sven Hossalla. Der Rüde sei in den vergangenen Tagen immer mal wieder gesichtet worden, sei aber sehr scheu. Hossalla und seine Freundin hätten Flecki aus einem Kroatien-Urlaub mitgebracht. Menschen aus den Ortschaften um den Parkplatz an der A 8 unterstützten das Pärchen mit Essen und Trinken.

Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes ist es grundsätzlich sinnvoll, dort zu warten, wo ein Hund weggelaufen ist. "Wenn ein Hund noch keine Bindung zu seinen Besitzern entwickelt hat, dann kann es natürlich schwieriger werden", sagte Sprecherin Lea Schmitz.