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Paar vergiftet Homesexuellen und will mit seiner Identität Diamanten kaufen

Droge wird auch "Atem des Teufels" genannt

Paar vergiftet Homesexuellen und will mit seiner Identität Diamanten kaufen

Adrian Murphy starb an der Droge Scopolamin
Adrian Murphy starb an der Droge Scopolamin

Opfer über Dating-App Grindr kennengelernt

Um an das Geld ihrer Opfer zu kommen, war ihnen offenbar jedes Mittel recht: Diana Cristea (18) und Joel Osei (25) stehen in Großbritannien wegen Mordes vor Gericht. Das Paar hat Homosexuelle über die Dating-App Grindr kontaktiert, sich mit ihnen getroffen und sie vergiftet. Ein Mann starb an den Folgen.

Überwachungskamera filmte den Täter

Osei soll seine Opfer über die Dating-App Grindr kennengelernt und sich mit ihnen in deren Wohnungen getroffen haben. Dort verabreichte er ihnen eine Substanz namens Scopolamin. Staatsanwalt Crispin Aylett beschrieb der Jury laut „BBC“, dass die Droge insbesondere in Kolumbien "sowohl bei Räubern als auch bei Vergewaltigern beliebt sein soll, die damit ihre Opfer außer Gefecht setzen und sie für lange Zeit zutiefst bewusstlos machen". Scopolamin sei dort unter dem Namen „Atem des Teufels“ bekannt.

Die Ermittler wiesen die Droge im Haar von Adrian Murphy nach – einem irischen Tänzer, dessen Leiche in seiner Wohnung in Battersea im Süden Londons entdeckt wurde. Laptops, Smartphone und Bargeld waren verschwunden – gestohlen von Osei. Eine Überwachungskamera filmte ihn, als der den Gebäudekomplex verließ, in dem Murphys Wohnung war. Wie skrupellos der Räuber vorging, zeigen toxikologische Untersuchungen: Die Konzentration von Scopolamin in Murphys Körper betrug 67 Mikrogramm pro Liter Blut – tödlich wirken können schon 4,8 Mikrogramm. Am Tag nach dem Verbrechen hätten Osei und Cristea versucht, mit der Kreditkarte ihres Opfers bei einem Juwelier in New York Diamanten im Wert von knapp 68.000 Euro zu kaufen. Doch der Versuch scheiterte.

Beine schwer wie Blei

Vor Gericht wurde auch die Aussage eines weiteren Opfers von Osei verlesen, das ebenfalls vergiftet wurde, aber überlebte. Der Mann, der aus rechtlichen Gründen anonym bleibt, sagte, er sei auf Toilette gegangen und habe hinterher von Osei ein Glas Orangensaft bekommen. "Die letzten beiden Dinge, an die ich mich erinnere, sind, dass ich mich atemlos fühlte und mein Kopf sich anfühlte, als würde eine Dunkelheit über mich kommen. Ich erinnere mich, wie ich aufgestanden bin und meine Beine schwer wie Blei waren. Sie fühlten sich und unbeweglich an. Ich erinnere mich, dass ich dachte, ich würde ohnmächtig werden, und dann muss ich tatsächlich ohnmächtig geworden sein.“ Der Mann wurde später von einem Nachbarn entdeckt, der einen Krankenwagen rief. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass er genau wie Murphy mit Osei telefoniert hatte.

Sowohl Osei als auch Cristea bestreiten die Taten.