Schalke-Profi „rotzfrech“

DFB: Spuck-Attacke hat ein Nachspiel

FC Schalke 04 - Werder Bremen
© dpa, Guido Kirchner, gki

28. September 2020 - 13:54 Uhr

Kabak entschuldigte sich bei Augustinsson

Die fiese Spuck-Affäre aus der Bundesliga-Partie gegen Werder Bremen fällt Schalkes Abwehrspieler Ozan Kabak nun wohl selbst vor die Füße: Der DFB-Kontrollausschuss hat am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen den 20-Jährigen eingeleitet und den türkischen Nationalspieler zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert.

Kontrollausschuss ermittelt

Kabak soll bei der 1:3-Heimpleite gegen Bremen in Richtung seines Gegenspielers Ludwig Augustinsson gespuckt haben. Der Schalker, der sich noch am Abend entschuldigt hatte und eine Absicht abstritt, stehe im Verdacht, sich "eines krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner" schuldig gemacht zu haben, hieß es.

Schiedsrichter Markus Schmidt hatte die Szene nicht gesehen, daher kann der Kontrollausschuss nachträglich ermitteln. Nach Auswertung der Stellungnahme wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden. Kabak war wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz geflogen.

Kohfeldt tobt, Wagner verteidigt

Kabak hatte sich bereits am Samstag bei Augustinsson entschuldigt: "Es war keine Absicht, die Sicht von außen täuscht", schrieb er bei Twitter: "Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch niemals tun, da es einfach unsportlich ist. In jedem Fall, Entschuldigung an Ludwig."

Die Szene hatte nach dem Spiel für große Aufregung gesorgt: "Ich weiß, dass die Situation auf Schalke unruhig ist. Aber das ist ein Unding und eine klare Rote Karte", sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt bei Sky. Der einen Tag später entlassene Schalke-Coach David Wagner meinte: "Ich kenne Ozan und bin überzeugt, dass es keine Absicht war."

sid/RTL.de