Ostukraine: Verletzte bei neuen Gefechten

Ein ukrainischer Soldat ist im Donbass im Einsatz.
Ein ukrainischer Soldat ist im Donbass im Einsatz.
© dpa, Roman Pilipey

29. Juni 2015 - 12:20 Uhr

Einsatz schwerer Waffen auf beiden Seiten

Bei neuen Gefechten im Kriegsgebiet Ostukraine sind mindestens elf Soldaten verletzt worden. "Es gab keine Toten unter den Armeeangehörigen", sagte Militärsprecher Andrej Lyssenko. Die ukrainischen Stellungen seien in der Region der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer von Panzern der Aufständischen beschossen worden, sagte er.

Nach Darstellung von Lyssenko kam es in der Region in einzelnen Orten zu "Provokationen" auch mit Artillerie und Granatwerfern vonseiten der prorussischen Separatisten. Die Aufständischen gaben wiederum dem ukrainischen Militär die Schuld an der fortwährenden Gewalt.

Die Streitkräfte hätten schwere Waffen an die Frontlinie verlegt, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin der Agentur Interfax zufolge. In der Stadt Horliwka sei bei nächtlichem Beschuss ein Einwohner getötet worden.

Die Kampfhandlungen im Gebiet Donezk laufen nach Darstellung beider Konfliktparteien ununterbrochen weiter. Auch in der Region Luhansk kommt es demnach immer wieder zum Einsatz großkalibriger Waffen. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten zuletzt von einer Verschärfung der Lage berichtet.