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Ostukraine: Militär und Separatisten setzen Abzug schwerer Waffen fort

Ostukraine: Militär und Separatisten setzen Abzug schwerer Waffen fort

OSZE-Beobachter und ukrainisches Militär
Unter Beobachtung der OSZE zieht das ukrainische Militär schwere Waffen ab.
REUTERS, GLEB GARANICH

Poroschenko warnt Separatisten und kritisiert russische Konvois

Nach tagelangem Streit um die Umsetzung des Friedensplans für die Ostukraine haben die Konfliktparteien den Abzug schwerer Waffen fortgesetzt. Im Kriegsgebiet Donbass würden die Geschütze 25 Kilometer hinter die Frontlinie gebracht, sagte Sergej Galuschko vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Auch die prorussischen Separatisten setzten ihren Abzug der Militärtechnik fort.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bestätigte den Abzug. "Wir sehen, dass beide Seiten Maßnahmen ergreifen, um die Minsker Vereinbarungen zu erfüllen", sagte der Vizechef der OSZE-Mission in Kiew, Alexander Hug, dem russischen Sender RT.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warnte die Aufständischen, das Militär sei bereit, die Geschütze wieder in Position zu bringen und Angriffe abzuwehren. Als Reaktion auf die gespannte humanitäre Lage in der Ostukraine schickte Russland erneut einen umstrittenen Konvoi in die Gebiete Donezk und Luhansk. Die mehr als 170 Lastwagen hätten rund 1800 Tonnen Hilfsgüter geladen, teilte der Zivilschutz mit. Die Ukraine kritisiert die Konvois und wirft Russland vor, die Separatisten heimlich mit Waffen zu versorgen. Moskau weist dies zurück.