Ostsee-Pipeline wird in Betrieb genommen

14. Februar 2016 - 4:58 Uhr

Unter Umgehung von Transitländern strömt in wenigen Tagen erstmals russisches Erdgas direkt nach Deutschland und Westeuropa. Nach anderthalb Jahren Bauzeit wird am Dienstag der erste Strang der 1.224 Kilometer langen und 7,4 Milliarden Euro teuren Ostsee-Pipeline des russisch-europäischen Firmenkonsortiums Nord Stream in Betrieb genommen. Zum Festakt in Lubmin werden Bundeskanzlerin Angela Merkel, der russische Präsident Dimitri Medwedew, der französische Premierminister François Fillon, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und EU-Energiekommissar Günther Oettinger erwartet.

Gaslieferant ist der russische Energiekonzern Gazprom, der mit 51 Prozent auch Mehrheitseigner der Nord Stream AG ist. Durch den ersten von zwei Leitungssträngen sollen von Dienstag an zunächst bis zu 27,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr strömen. Das Gas wird über die ebenfalls neu verlegte Festlandtrasse OPAL des deutschen Energiekonzerns Wingas nach Süden nahe der tschechischen Grenze weitergeleitet und dort über einen Energieknotenpunkt verteilt.