Ostkongo: 38 Tote bei Militäroffensive gegen Rebellen

16. Juni 2015 - 13:34 Uhr

Gemeinsame Offensive kostet auch vier Soldaten das Leben

Bei einer Militäroffensive gegen eine berüchtigte Rebellengruppe im Kongo haben Regierungstruppen und Soldaten der UN-Friedensmission Monusco 34 Kämpfer der Miliz getötet. Auch vier Soldaten seien ums Leben gekommen, sagte Militärsprecher Jean-Claude Bongwangela. Die Offensive gegen die Patriotische Widerstandsfront von Ituri (FPRI) habe Mitte Mai begonnen. Dabei hätten sich die Truppen auf verschiedene Orte in der Provinz Orientale im Osten des riesigen Landes konzentriert, hieß es weiter.

Die Vereinten Nationen und die kongolesische Armee forderten Mitglieder der Miliz auf, sich freiwillig zu stellen und ihren Kampf aufzugeben. "Die Tür hierfür ist weiter offen", sagte M'hand Ladjouzi, der Leiter der UN-Mission in der Provinzhauptstadt Bunia. Die FPRI hat in der rohstoffreichen Region schwere Verbrechen an der Zivilbevölkerung begangen. Ihr damaliger Chef Cobra Matata Banaloki war im Januar gefasst und in die Hauptstadt Kinshasa überstellt worden. Seither steht die Miliz unter neuer Führung.