Konzept für touristischen Neustart

Bald sicherer Urlaub auf den Ostfriesischen Inseln möglich?

Norderney. 08 JAN 2019. Sturmtief Benjamin an der deutschen Nordseeküste. Spaziergängerin in gelber Regenjacke hat Freude am starken Wind am Strand von Norderney. NORDSEE. Ostfriesische Inseln. *** Norderney 08 JAN 2019 Stormy low Benjamin on the Ger
Eine Urlauberin auf Norderney
imago stock&people, imago/Priller&Maug, JanisMEYER/Priller&MAUG

"Modellinseln" in Norddeutschland

Ein entspannter Urlaub, auch im eigenen Land, scheint derzeit für viele Menschen wohl unvorstellbar zu sein. Auf der einen Seite gibt es z.B. die sogenannten Modellregionen und -städte, auf der anderen Seite droht einigen Kommunen die „Bundesnotbremse“. Gute Nachrichten gibt es jetzt von den Ostfriesischen Inseln: Die sieben Gemeinden haben ein Konzept für die dauerhafte Öffnung des Tourismus entwickelt. Es wurde bereits der niedersächsischen Landesregierung vorgelegt.

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Übernachtungs- statt Tagestourismus

Die Idee des Konzepts ist eine dauerhafte Öffnung des Tourismus bei gleichzeitiger Kontrolle des Infektionsgeschehens. Es beinhaltet alle Beherbergungsangebote, den Einzelhandel, die Gastronomie sowie sämtliche Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Ein Unterschied zu den aktuell benannten Modellregionen, in denen keine touristischen Übernachtungen vorgesehen seien, sei der Fokus auf dem Übernachtungstourismus.

Testen, testen, testen

„Im Zentrum der Öffnungsstrategie steht ein ganzheitliches Testkonzept, das neben den Gästen auch die Insulaner und Beschäftigten im Tourismus berücksichtigt“, heißt es in dem Konzept. Bei der Anreise müssten Gäste einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen, andernfalls können der Gast nicht auf die Insel befördert werden. Weiter sollen auf den Inseln Testzentren eingerichtet werden, um alle Gäste 48 Stunden nach ihrer Ankunft nochmals testen zu lassen. Erst dann wäre die Nutzung aller touristischen Angebote auf der Insel möglich. Die Nachverfolgung und dann auch der Zutritt zu den entsprechenden Angeboten soll mittels einer App und QR-Codes funktionieren, für Gäste ohne Smartphone werde an analogen Lösungen gearbeitet.

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Wer macht mit?

Neben den sieben ostfriesischen Inseln und ihren entsprechenden Tourismusorganisationen sind auch Reedereien, Fluggesellschaften und Hafenmeisterein eingebunden, um eine lückenlose Testkontrolle zu ermöglichen. Das Projekt wurde zusammen mit einem Virologen des Universitätsklinikums Essen erarbeitet.

Quelle: DPA/RTL.de