Orkan "Sabine" fegt in der Nacht zu Montag über Nordosten

Hohe Wellen brechen an der Hafenmauer beim Leuchtturm im Sassnitzer Hafen auf Rügen. Foto: Arne Bänsch/dpa/Archivbild
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07. Februar 2020 - 16:10 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern stellt sich auf eine stürmische Nacht von Sonntag zu Montag ein. Der Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterdienst Meteomedia auf der Insel Hiddensee geht von Böen der Stärke neun bis zehn vielerorts aus. Das entspricht Windgeschwindigkeiten von 75 bis 102 Kilometern pro Stunde. "Es kann auch mal eine Böe der Stärke elf dabei sein, das kann man nicht ausschließen", sagte Kreibohm am Freitag. Vieles deute aber darauf hin, dass sich beim Orkantief "Sabine" das meiste westlich der Elbe abspielen werde.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird das vom Atlantik kommende Orkantief am Sonntag als erstes voraussichtlich gegen Mittag den Nordwesten Deutschlands treffen. In den folgenden Stunden ziehe das Sturmfeld weiter Richtung Süden. Am Abend werde "Sabine" mit Windstärke elf (103 bis 118 Stundenkilometer) vermutlich die Linie Eifel, Niederrhein, Saarland erreichen und in der zweiten Nachthälfte zum Montag schließlich auch in Bayern ankommen.

In Mecklenburg-Vorpommern kündigt sich der Sturm nach der Vorhersage des DWD am Sonntagvormittag mit Windböen an, die am Nachmittag stärker werden. Der Höhepunkt wird dann in der Nacht zu Montag erwartet. Probleme könne es durchaus geben, wie abbrechende Äste oder herunterfallende Dachziegel, sagte Meteomedia-Mann Kreibohm. Der DWD betonte, die Menschen müssten gewarnt werden, von einem Horror- oder Monsterorkan könne jedoch nicht die Rede sein.

Da der Wind von Südwesten kommen soll, erwartet das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns keine Sturmflut. Eher werde es niedrigere Wasserstände von etwa einem halben Meter unter normal geben, sagte eine BSH-Sprecherin in Rostock. Das stelle kein Problem dar.

Quelle: DPA