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Orangen-Karneval in Ivrea: Einmal im Jahr wird die Kleinstadt zum Schlachtfeld

Orangen-Karneval in Ivrea: Einmal im Jahr wird die Kleinstadt zum Schlachtfeld

Dieses Fest ist nichts für Zimperliche

Wenn die rund 23.000 Einwohner der italienischen Kleinstadt Ivrea ihre Häuser mit Plastikfolie abdecken, dann ist es wieder soweit: Die Schlacht der Orangen steht an – eins der seltsamsten Feste der Welt. Einmal im Jahr befindet sich die Stadt dann im regelrechten Kampfrausch. Hunderte Frauen und Männer bewerfen sich mit Millionen von Orangen – und gehen dabei keinesfalls zimperlich miteinander um. „Das ist ein großer Mix aus Emotionen und Adrenalin“, erklärt eine Einwohnerin.

Rund 600 Tonnen überschüssige Orangen aus der Saftproduktion dienen den Ivrean als Kampfgeschosse. „Vor 200 Jahren war die Orange in Ivrea eine exotische Frucht. Orangen wachsen hier nicht und die jungen Leute warfen sie sich sanft als Geschenk von den Balkonen zu. Doch im Laufe der Zeit wurden die Würfe immer härter und irgendwann wurde daraus eine richtige Schlacht“, erklärt Organisatorin Barbara Belardi.

Ohne Beulen, Prellungen und geschwollene Augen kommt dort keiner mehr raus. Was beim italienischen Orangen-Karneval wirklich abgeht, sehen Sie im Video.