Opposition will Gesetz gegen ungleiche Löhne für Mann und Frau

Im Kampf gegen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen setzt die Koalition weiterhin auf freiwillige Regelungen der Wirtschaft. Die Opposition forderte dagegen im Bundestag ein Gesetz. 40-jährige Frauen verdienen bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit im Schnitt bis zu einem Viertel weniger als gleichaltrige Männer. Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) verlangte ein Umdenken in den Unternehmen. Bei der Entlohnung müsse es "mehr Respekt vor der Übernahme familiärer Verantwortung geben".

In dem Koalitionsantrag wird darauf verwiesen, dass Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit über das gesamte Berufsleben hinweg etwa acht Prozent weniger verdienen als Männer. Während der Lohnabstand beim Berufseinstieg mit zwei Prozent noch relativ gering sei, nehme er mit den Jahren zu. In der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen steige er dann auf 24 Prozent an.