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Oppenau: Kollege über Yves R.: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Yves irgendjemandem was antut“

Arbeitskollege über den Schwarzwald-Rambo:

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass Yves irgendjemandem was antut“

"Kann mir nicht vorstellen, dass Yves jemandem was antut" Kollege über Schwarzwald-Rambo
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Kollege über Schwarzwald-Rambo
"Kann mir nicht vorstellen, dass Yves jemandem was antut"

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Oppenau: Spezialkräfte suchen nach Yves Rausch

Am Sonntagvormittag hat Yves Etienne Rausch in Oppenau (Schwarzwald) mehrere Polizisten bedroht und entwaffnet. Seitdem ist der 31-Jährige auf der Flucht, wird mit Spezialkräften rund um Oppenau gesucht. RTL hat mit Uwe Hauser, dem Wirt des Bistros „Pavillon“, gesprochen. Seit Juni hat Hauser mit Yves Rausch zusammengearbeitet, gemeinsam haben sie den Kiosk des Minigolfplatzes renoviert – sogar noch bis Freitagabend. Er hält den sogenannten Schwarzwald-Rambo eher für skurril als gefährlich.

Restaurantbesitzer Uwe Hauser hat bis Freitag mit Rausch zusammengearbeitet

Uwe Hauser, Gastronom aus Oppenau.
Uwe Hauser, Gastronom aus Oppenau.
RTL

„Yves ist ein schräger Vogel“, sagt Hauser im Interview mit RTL. „Er hat seinen eigenen Willen und ist eher jemand, der gerne alleine ist. Deswegen hat er auch die Entscheidung getroffen, alleine im Wald zu wohnen.“

„Er hat nur wenige Freunde“, verrät der Gastronom weiter. Eine große Hilfe sei Rausch trotzdem. Intelligent und ausgezeichnet, was Schreiner- und Elektroarbeiten betrifft. Obwohl Rausch vorbestraft ist, hat Hauser immer gerne mit ihm zusammengearbeitet. Außerdem kannten sie sich aus dem Bistro: Einer von Rauschs besten Freunden ist auch mit Uwe Hauser befreundet, schon oft saßen sie gemeinsam an einem Tisch.

„Ich bin mir sicher, dass Yves die Tragweite dieser Situation überhaupt nicht einschätzen konnte"

Yves Rausch, Schwarzwald-Rambo von Oppenau
Yves Rausch ist noch immer auf der Flucht.
kde, dpa, -

„Ich kenne ihn nur in grüner Kleidung und in Tarnklamotten, deswegen war sein Äußeres für mich immer recht unspektakulär“, sagt Uwe Hauser über seinen ehemaligen Mitarbeiter. „Wenn ich im Wald wohnen würde, würde ich wahrscheinlich auch so rumlaufen.“

„Wir reden über einen Einzelgänger, über jemanden, der seine Ruhe haben will und eine Situation, die tatsächlich keiner so wirklich beurteilen kann. Ich bin mir sicher, dass Yves die Tragweite dieser Situation überhaupt nicht einschätzen konnte und ich glaube, dass wenn er die Zeit zurückdrehen könnte, würde er das mit Sicherheit auch tun. Und ich würde mir auch wünschen, dass er das tut.“

Trotzdem stelle Rausch für Hauser keine Gefahr dar. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Yves irgendjemandem was antut!“, beteuert der Gastronom weiter. „Ich wünsche mir, dass er bald hier ums Eck kommt und die Situation auflöst!“

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Der Schwarzwald-Rambo entwaffnete vier Polizisten – seitdem ist er auf der Flucht

Der gelernte Schreiner Yves Rausch saß am Sonntag vor einer Gartenhütte – bewaffnet mit Pfeil und Bogen, Messer und mehreren Patronen. Ein Anwohner wurde misstrauisch und alarmierte die Polizei. Die Beamten forderten ihn auf, die Hütte zu verlassen, doch der Mann weigerte sich und zog eine Schusswaffe.

Der Schwarzwald-Rambo bedrohte die vier Polizisten. Sie fürchteten um ihr Leben und legten ihre Dienstwaffen auf den Boden. Yves Rausch sammelte sie ein und floh. Die Polizei sperrte Straßen und rief die Menschen rund um Oppenau dazu auf, zu Hause zu bleiben.

Seitdem wird der polizeibekannte Mann mit einem Großaufgebot von hunderten Einsatzkräften gesucht, Hinweise auf eine politische Verstrickung oder Helfer des Mannes gibt es derzeit nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt außerdem wegen des Tatverdachts der besonders schweren, räuberischen Erpressung gegen Rausch.

Suche nach bewaffnetem Mann in Oppenau (Schwarzwald) Bogen, Messer und Pistole - Polizisten entwaffnet
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Bogen, Messer und Pistole - Polizisten entwaffnet
Suche nach bewaffnetem Mann in Oppenau (Schwarzwald)

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