Gedenken an die Opfer

Opfer Sascha Klösters im RTL-Interview: So habe ich mich vom Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt erholt

19. Dezember 2018 - 22:28 Uhr

So habe ich mich vom Terror-Anschlag erholt

Zwei Jahre nach dem Terroranschlag am Breitscheidplatz wird in Berlin den Opfern gedacht. Hinterbliebene und Politiker haben Kränze und Blumen niedergelegt. Dabei war auch das Opfer Sascha Klösters. Er wurde beim Anschlag 2016 verletzt, seine Mutter sogar getötet. Im RTL-Interview spricht er über die Zeit nach dem Terror.

Islamist Anis Amri raste 2016 in Weihnachtsmarkt

Zwei Jahre nach dem Anschlag schafft es Sascha Klösters wieder zum Breitscheidplatz. Lange fiel ihm das schwer, denn schließlich starb hier seine Mutter. Klösters wurde beim Anschlag verletzt, brauchte etwa neun Monate bis er wieder richtig laufen konnte.

Der islamistische Terrorist Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen entführten Lkw in einen Berliner Weihnachtsmarkt gefahren. Am Breitscheidplatz vor der Gedächtniskirche brachte Amri so zwölf Menschen um. Mehr als 70 wurden verletzt. "Man steht noch immer fassungslos vor der Monstrosität dieser Tat", beschreibt Regierungssprecher Steffen Seibert heute die Gedanken des Bundeskabinetts. Wie sich Sascha Klöster fühlt, als er an den Unglücksort zurückkommt, erzählt er im Video.

Opfer gründen eigene "Whats App"-Gruppe

Nach dem Anschlag gibt es Kritik an der Bundesregierung. "Wir sind der Auffassung, dass Sie damit Ihrem Amt nicht gerecht werden", schreiben die Angehörigen im letzten Jahr an Kanzlerin Merkel. Viele empfanden die staatliche Unterstützung als unzureichend. "Es gab am Anfang keine Checkliste", zeigt Sascha Klösters heute verständnisvoll. Zusammen mit anderen Hinterbliebenen bildet er die sogenannte "Berliner Gruppe" - sie verbinden sich auch über "WhatsApp". Gemeinsam fühlen sie sich stärker und können auch ihren Forderungen mehr Kraft verleihen, erzählt Klösters. "Nur so sind die Probleme zu lösen."