Opel: Alle deutschen Werke bleiben bis 2016 erhalten

14. Juni 2012 - 10:05 Uhr

Vorerst keine Werksschließungen

Aufatmen bei Opel: Der Autobauer will seine Sanierung zunächst ohne Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland vorantreiben. Auch das Werk in Bochum solle zumindest so lange erhalten bleiben, bis die aktuelle Zafira-Fertigung dort Ende 2016 ausläuft, teilten die Adam Opel AG, der Betriebsrat und die IG Metall gemeinsam in Rüsselsheim mit.

Aufatmen bei Opel
Aufatmen: Deutsche Opel-Werke bleiben bis 2016 erhalten
© dpa, Caroline Seidel

Zuletzt war spekuliert worden, das Werk könne dem Rotstift schon zum Opfer fallen, wenn der Standortsicherungsvertrag Ende 2014 ausläuft.

NRW-Wirtschaftsminister begrüßt die Einigung

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) begrüßte die Einigung. Damit hätten die deutschen Standorte wichtige Zeit gewonnen, sagte Voigtsberger. Der Opel-Mutterkonzern General Motors müsse dies für die Umsetzung einer langfristigen Wachstumsstrategie nutzen.

GMs Europageschäft - das ist Opel und zum kleineren Teil die britische Vauxhall - schrieb 2011 knapp 750 Millionen Dollar Verlust. Um den Autobauer wieder profitabel zu machen, ist ein erneuter Sparkurs mit Produktionsverlagerungen, die Material-, Entwicklungs- und Produktionskosten senken sollen, erforderlich.

Daher gibt es seit längerem Spekulationen über scharfe Einschnitte. Opel hat in Deutschland insgesamt noch etwa 40.000 Mitarbeiter und Werke in Bochum, Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern.