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OPCW-Experten gehen von Chlorgaseinsatz in Syrien aus

ARCHIV - 31.08.2013, Niederlande, Den Haag: Das Logo der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), aufgenommen am Sitz der OPCW. (zu dpa «Diplomaten: Russland und Syrien lassen OPCW-Team nicht nach Duma» vom 16.04.2018) Foto: Evert-Jan Dan
OPCW © dpa, Evert-Jan Daniels, pelin sh mda cul pil jai

Spuren von Chlorgas nach Angriffen auf Sarakib

Verengte Pupillen, unkontrollierte Krämpfe, Atemnot, Schaum quillt aus Mund und Nase. Das sind mögliche Symptome von Giftgas. Giftgas ist geruchlos, unsichtbar und lautlos. Giftgas ist verboten und dennoch kommt es in Kriegen immer wieder zum Einsatz. Auch in Syrien, berichtet die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW).

Internationale Experten untersuchen Tatort und werten Proben aus

Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wurde die syrische Bevölkerung Anfang Februar mit Chlorgas attackiert – das bestätigt die OPCW.

Das Expertenteam analysierte Zeugenaussagen und wertete Bodenproben aus. Außerdem fanden die Spezialisten Reste von Chlorgas in zwei Zylindern. Die Experten weisen darauf hin, dass die Spurensuche äußerst schwierig gewesen sei. Aus Sicherheitsgründen durfte das betroffene Gebiet erst Tage später nach dem Angriff untersucht werden.

Giftgaseinsatz widerspreche Chemiewaffen-Konventionen

Wer für den todesgefährlichen Angriff verantwortlich ist, konnten die Experten nicht sagen. Der Generaldirektor der OPCW kritisiert den Einsatz von Chemiewaffen aufs Schärfste: "Solche Taten widersprechen dem einstimmigen Verbot chemischer Waffen, wie es in der Chemiewaffen-Konvention festgeschrieben ist."

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