Online-Shopping-Tricks: Einkaufen vom PC günstiger als vom Smartphone und Tablet

26. November 2015 - 9:58 Uhr

Die miesen Tricks der Online-Shops

Online-Shopping ist praktisch und viele Käufer haben wohl auch das Gefühl, dass der Kauf per Klick besonders günstig ist. Dieses Gefühl täuscht aber manchmal! Insbesondere, wenn man vom mobilen Endgerät aus bestellt.

Online-Shopping Tricks
Viele Handelsplattformen verkaufen ihre Ware teurer, wenn sie über Smartphone oder Tablet aufgerufen wird.
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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat herausgefunden, dass etliche Online-Shops mit kleinen Tricks aufwarten, die den Einkauf verteuern. Das fiese daran: Je moderner das Endgerät, von dem aus die Bestellung abgeschickt wird, desto höher der Preis! Wer also am alten PC bestellt, zahlt weniger als der Kunde, der das vom Tablet oder Smartphone aus erledigt.

Bei 'notebooksbilliger' kostete ein Ultrabook am PC nur 699 Euro. Bei Bestellung per App wurden für das gleiche Gerät satte 200 Euro mehr, nämlich 899 Euro, aufgerufen. Ähnliches passierte bei Cyberport, Otto und Technikdirekt.

Fünf Anbieter wurden in Sachen Handybestellung getestet. Es handelte sich um Capellishop und Comtech, Dewall-Design und Trendaffe sowie Uhrzeit.org. Und tatsächlich war der 'Kaufen-Button' am Smartphone besonders teuer: Eine Wintermütze sollte statt 3,95 Euro gleich 10 Euro kosten, also gut 250 Prozent mehr. Und auch im Hochpreis-Segment – beim Kauf eines 47"-TVs – war der Artikel plötzlich 150 Euro teurer.

Verboten ist die unterschiedliche Preisgestaltung nicht. Es sollte den Firmen aber klar sein, dass sie dadurch Kunden verärgern. Wer hunderte Euro für ein Produkt mehr zahlen soll, nur weil er ein modernes Endgerät für die Bestellung nutzt, fühlt sich natürlich reingelegt. Möglicherweise liegt das Ganze auch an technischen Unzulänglichkeiten. Empfehlung der Verbraucherzentrale: Der Handel sollte das schleunigst bereinigen, wenn ihm an zufriedenen Kunden gelegen ist.