Online-Handel in Corona-Zeiten

Gibt es jetzt geänderte Liefer- und Retourefristen?

Online-Shopping klappt problemlos von Zuhause. Wir erklären, wie sich die Online-Händler an die Corona-Zeit angepasst haben.
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23. März 2020 - 16:30 Uhr

Online-Handel auch von Einschränkungen betroffen

Die Geschäfte sind zu und wir sollen alle nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Wer jetzt also noch Kleidung oder andere Waren kaufen will, verlässt sich auf den Online-Handel. Doch auch die großen Online-Händler sind von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen. WIr haben bei Amazon, H&M und Co. nachgefragt, wie sich die Corona-Zeit auf Lieferzeiten und Retoure-Fristen auswirkt.

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Amazon verweist auf einzelne Händler

"Unsere Teams arbeiten mit Hochdruck um sicherzustellen, dass unsere Kundinnen und Kunden Artikel des täglichen Bedarfs dann erhalten, wenn sie sie benötigen", verweist eine Sprecherin von Amazon auf die Kundeninformationen. "Aus diesem Grund priorisieren wir vorübergehend den Eingang von Waren für den täglichen Bedarf, medizinischen Verbrauchsgütern, Büchern sowie Artikel, die Sie zum Arbeiten von zu Hause benötigen könnten."

Eine allgemeine Verlängerung der Retourefristen gäbe es demnach nicht. Kunden können individuell unter ihren Bestellungen einsehen, wie lange sie Zeit für Rücksendungen haben.

Online-Apotheken erleben Bestell-Boom

Zwar haben Apotheken weiterhin geöffnet, um Medikamente auszugeben, viele Verbraucher entscheiden sich aber dennoch für das Bestellen bei Online-Apotheken. Vor allem allgemeine Erkältungsmittel sind aktuell beliebt.

"Wir haben operativ sichergestellt, dass zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stehen, um das erhöhte Bestellvolumen abzuwickeln", erklärt Stefan Feltens, CEO von Shop Apotheke Europe. "Wir arbeiten aktuell fast durchgängig in drei Schichten an sieben Tagen bis an unsere Kapazitätsgrenze. Unsere Lieferzeiten haben sich bislang nur geringfügig verlängert. Unsere Kunden sind diesbezüglich informiert worden."

Zalando erinnert an Hygienemaßnahmen

"Zum aktuellen Zeitpunkt halten wir die angegebenen Lieferfristen von 2-4 Tagen wie gewohnt ein", so Catherine Westphal von Zalando auf RTL-Anfrage. "Unsere Logistikpartner haben jeweils individuelle Maßnahmen ergriffen, um in der aktuellen Situation persönliche Kontakte zu vermeiden, wie beispielsweise den Verzicht auf Unterschriften bei der Paketannahme, der Einhaltung eines Sicherheitsabstands oder der Paketablage an einem Wunschort."

Auswirkungen auf die Fristen der Retoure haben die Corona-Zeiten aber aktuell noch nicht. "Nach den aktuellsten Informationen der WHO wird das Infektionsrisiko über ein Produkt oder Paket als gering eingeschätzt. Dies umfasst demnach auch retournierte Artikel, sodass die marktindividuellen Rückgabefristen nach wie vor gelten", so Westphal.

H&M passt Retourefristen an

Viele Bekleidungsketten bieten auch einen Online-Store an, der jetzt nach Hause liefert. "Unser Onlinestore ist weiterhin unter hm.com geöffnet. Wir sind bestrebt, unseren Kund*innen weiterhin einen hervorragenden Service zu bieten", so eine Sprecherin von H&M. "Wir haben uns dazu entschlossen, den Zeitraum von Retouren auf 100 Tage zu verlängern und bieten kostenlose Standardlieferung für alle Einkäufe ab 25 EUR."

Coronavirus: Der richtige Umgang mit Paketen

Ob Sie sich durch mögliche Viren auf Paketen mit dem Coronavirus anstecken können und wie Sie sich damit am besten verhalten, erklären wir hier. 

Und wie Paketdienste ihre Lieferungen an die Corona-Maßnahmen angepasst haben und was das für Sie bedeutet, haben wir hier zusammengefasst.