Olympische Spiele in Südkorea: So brutal werden nordkoreanische Sportler gedrillt

3. Februar 2018 - 16:36 Uhr

Nordkoreanische Flagge weht im olympischen Dorf

Ende kommender Woche beginnen die Olympischen Winterspiele in Südkorea. Dutzende Athleten aus dem verfeindeten Nordkorea sind dafür angereist. Im olympischen Dorf weht sogar die nordkoreanische Flagge - obwohl das in Südkorea eigentlich verboten ist.

"Wer versagt, kommt ins Arbeitslager"

Die Teilnahme Nordkoreas an den Spielen ist für Diktator Kim Jong Un schon ein großer Propaganda-Erfolg - jetzt müssen die Sportler Leistung zeigen. Dafür werden sie hart, oft brutal gedrillt. Unsere Reporterin Pia Schrörs hat darüber mit zwei Frauen gesprochen, die aus Nordkorea geflohen sind.

"Für ärmere Sportler ist Erfolg überlebenswichtig", berichtet eine Überläuferin. "Schon als Kinder haben wir je nach Leistung Geld und Reis bekommen. Wer verliert, fliegt raus und bekommt nichts mehr." Eine andere Nordkoreanerin, die in den Süden der Halbinsel geflohen ist, sagt: "Wer versagt, kommt ins Arbeitslager oder muss sich auf öffentlichen Plätzen von der Masse beschimpfen und auspfeifen lassen. Es wurden auch schon Sportler öffentlich exekutiert, die sich der Nation angeblich nicht ausreichend aufgeopfert haben."

Im Video sehen Sie weitere Details zu den Praktiken des Diktators, die die beiden Frauen unserer Reporterin im Gespräch verraten haben,