Olympioniken in Tokio bekommen Medaillen aus altem Elektro-Schrott umgehängt

Kira Walkenhorst und Laura Ludwig bejubeln 2016 in Rio de Janeiro ihre Goldmedaille im Beach-Volleyball.. Bei den nächsten Olympischen Spiele werden diese aus altem Elektro-Schrott bestehen
Kira Walkenhorst und Laura Ludwig bejubeln 2016 in Rio de Janeiro ihre Goldmedaille im Beach-Volleyball.. Bei den nächsten Olympischen Spiele werden diese aus altem Elektro-Schrott bestehen
© dpa, Sebastian Kahnert, hpl pil jhe

23. Oktober 2018 - 17:08 Uhr

Recycling-Plaketten aus Gold

Aus Elektroabfällen werden Goldmedaillen? Klingt nach einem Scherz, wird aber schon 2020 bei den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokio Realität.

Aus Schrott 16,5 Kilogramm Gold hergestellt

Bei den Spielen in Japan werden erstmals Medaillen aus recyceltem Metall an die erfolgreichen Sportler vergeben. Das hat das Organisationskommitee in Tokio offiziell mitgeteilt. Zuvor hatte es einen landesweiten Aufruf gegeben, alte und nicht mehr genutzte Elektro-Geräte wie Smartphones, digitale Kameras oder Laptos in Sammelboxen abzugeben.

Aus dem Haufen Elektroschrott wurden 2.700 Kilogramm Bronze, 1.800 Kilogramm Silber und 16,5 Kilogramm Gold gewonnen. Daraus entstehen die 5.000 Recycling-Medaillen für die Siegerehrungen. Eine Idee, für die die Verantwortlichen auch eine eigene Goldmedaille verdient hätten – aus recyceltem Elektro-Schrott versteht sich.