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Olympia: Skispringerin Katharina Althaus segelt zur Silbermedaille

12.02.2018, Südkorea, Pyeongchang: Olympia, Springen, Einzel, Damen, Alpensia Skisprung Zentrum: Katharina Althaus aus Deutschland. Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Silber! Katharina Althaus holt Edelmetall von der Normalschanze, © dpa, Daniel Karmann, hpl jbu

Nächster deutscher Edelmetall-Coup

Skispringerin Katharina Althaus hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang Silber gewonnen. Die 21-Jährige musste sich von der Normalschanze einzig Topfavoritin Maren Lundby (Norwegen) geschlagen geben. Bronze ging an die Japanerin Sara Takanashi. Althaus feierte die erste große Einzel-Medaille ihrer Karriere. Zwei Tage nach dem Triumph von Andreas Wellinger war es der nächste Edelmetall-Coup des deutschen Skisprung-Teams.

Weltmeisterin Vogt wird Fünfte

"Ich kann es noch gar nicht fassen", jubelte Althaus: "Ich bin so glücklich, dass die Sprünge so gut geklappt haben. Mir fällt ein Stein vom Herzen."

​Weltmeisterin Carina Vogt, die 2014 in Sotschi bei der olympischen Premiere triumphiert hatte, landete auf Rang fünf. Ramona Straub und Juliane Seyfarth rundeten bei schwierigen Windverhältnissen und eiskalten Temperaturen auf den Rängen acht und zehn das starke deutsche Ergebnis ab.

Althaus fehlten nach Sprüngen auf 106,5 und 106,0 m mit 252,6 Punkten umgerechnet sechs Meter auf Lundby (264,6), die auf 105,5 und 110,0 m segelte. Damit endete eine vier Jahre andauernde deutsche Siegesserie bei Großereignissen. Die im Weltcup nur zweimal erfolgreiche Vogt hatte nach ihrem Triumph in Sotschi auch die WM-Titel 2015 und 2017 eingeheimst.

Im ersten Durchgang zeigte Althaus sogar den weitesten Sprung der Konkurrenz, wegen der besseren Windverhältnisse musste sie sich aber hinter Lundby (105,5 m) auf Rang zwei einreihen. "Das ist schon ein Riesenfels, der jetzt weg ist", sagte die neue deutsche Nummer eins erleichtert. Vogt lag zu diesem Zeitpunkt auf Position sechs bereits deutlich hinter dem Podest zurück.

Lundby zieht es diesmal durch

Ski Jumping – Pyeongchang 2018 Winter Olympics – Women's Normal Hill Individual Final – Alpensia Ski Jumping Centre - Pyeongchang, South Korea – February 12, 2018 - Maren Lundby of Norway reacts. REUTERS/Kai Pfaffenbach
Maren Lundby jubelt über den größten Triumph ihrer Karriere. © REUTERS, KAI PFAFFENBACH, AH

Nach der Pause behielt Lundby, die am Sonntag im Training noch gestürzt war, anders als bei der WM 2017 die Nerven und flog den Sieg nach Hause. In Lahti hatte Lundby ebenfalls nach dem ersten Durchgang geführt, war dann aber auf den vierten Platz zurückgefallen. Die 21 Jahre alte Takanashi, die bereits 53 Weltcupsiege auf dem Konto hat, muss derweil weiter auf die erste große Goldmedaille ihrer Karriere warten.

Wie schon bei den Männern zwei Tage zuvor kam es wegen des drehenden Windes immer wieder zu Unterbrechungen, die alle Beteiligten auf eine Nervenprobe stellte. Zusätzlich führten Temperaturen von elf Grad unter dem Gefrierpunkt und Schneefall zu ungemütlichen Verhältnissen. Kaum 1.000 Zuschauer, darunter auch Wellinger und Noriaki Kasai, harrten dennoch aus. Für Althaus, Vogt und Co. sind die Olympischen Spiele damit bereits beendet. Einen Mixed-Wettbewerb wie bei Weltmeisterschaften gibt es nicht, bis zu einem Teamspringen im Schatten der fünf Ringe dürfte es sogar noch weitaus länger dauern.

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