12. Februar 2019 - 11:39 Uhr

Recycling riesiger Menge an Metallen

Bei den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Tokio werden die Medaillen aus Schrott hergestellt. Genauer gesagt aus Elektroschrott.

Smartphones und Laptops werden ausgeschlachtet

Siegerehrung - der wohl größte Moment im Leben eines Sportlers: Die Hymne ertönt, die Tränen schießen in die Augen, und um den Hals baumelt Gold. Doch es gibt auch eine Schattenseite der Medaillen. Für die Sommerspiele werden 2.700 Kilo Bronze, 4.100 Kilo Silber und 30 Kilo Gold benötigt. Eine riesige Menge Metalle, gewonnen häufig unter fragwürdigen Bedingungen. Auf der anderen Seite landen Tonnen alter Elektrogeräte auf dem Müll.

Die Veranstalter der Spiele in Tokio haben daher schon 2017 ein Projekt lanciert. Weggeworfene Smartphones oder Laptops werden ausgeschlachtet, um daraus die wertvollen Materialien zu gewinnen. Auch Industrieabfälle werden verwertet.

Bronze liegt bereits in ausreichender Menge vor, auch beim Gold und Silber fehlt nicht mehr viel. Es sei zu erwarten, "dass die restlichen Mengen für die olympischen und paralympischen Medaillen aus den bereits gespendeten Geräten gewonnen werden können", hieß es in einer Stellungnahme.

Design der Tokio-Medaillen noch nicht bekannt

Auch bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro wurden recycelte Metalle für die Anfertigung der Medaillen genutzt, damals waren 30 Prozent der Bronze und des Silbers auf diesem Wege gewonnen worden.

Unklar ist noch, wie die in Tokio zu vergebenen Medaillen schlussendlich aussehen werden. Das  Design soll in diesem Jahr vorgestellt werden.