Drei Festnahmen in Offenbach

IS-Anhänger sollen Terroranschlag geplant haben

12. November 2019 - 14:18 Uhr

Verdacht einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat

Am Dienstagvormittag hat die Polizei in Offenbach drei mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen. Sie stehen unter Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben. Was die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main bislang über die Verdächtigen weiß, sehen Sie in unserem Video.

Sie suchten bereits nach Anleitungen zur Sprengstoff-Herstellung

Die drei Verdächtigen sollen sich bereits in der Vergangenheit gegenüber Bekannten als Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu erkennen gegeben haben. Es handelt sich um zwei türkische Staatsangehörige im Alter von 21 und 22 Jahren und einen 24 Jahre alten Deutschen. Laut Staatsanwaltschaft waren alle drei polizeibekannt.

"Ihnen wird zur Last gelegt, Vorbereitungen getroffen zu haben, um im Rhein-Main-Gebiet mittels Sprengstoff oder Schusswaffen eine religiös motivierte Straftat zu begehen und dabei möglichst viele Menschen, sogenannte Ungläubige, zu töten", berichtet Oberstaatsanwältin Nadja Niesen. Der 24-jährige Hauptverdächtige soll bereits im Internet nach Schusswaffen und Anleitungen zur Sprengstoff-Herstellung gesucht haben.

170 Beamte waren im Einsatz

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen in den drei Wohnungen der Festgenommenen waren etwa 170 Beamte im Einsatz. Es konnten zahlreiche Beweismittel, wie elektronische Datenträger, schriftliche Unterlagen, sprengstoffrelevante Substanzen und Gerätschaften sichergestellt werden.

Derzeit laufen die Vernehmungen. Parallel werden die gefundenen Datenträger ausgewertet, um mehr über die konkreten Anschlagspläne herauszufinden. Morgen werde dann entschieden, ob alle drei Tatverdächtigen oder nur der 24-jährige Hauptverdächtige dem Haftrichter vorgeführt werden, berichtet Oberstaatsanwältin Niesen.