Offen trotz Corona und Kälte

Hier erhalten Bedürftige wichtige Hilfe

11. Februar 2021 - 17:52 Uhr

Wir haben die Frankfurter Tafel begleitet

Es ist ein willkommenes Aufwärmprogramm: Bei Minus 10 Grad schleppen Helfer der Frankfurter Tafel Kisten zur Lebensmittelausgabe. Vor ihnen in der Schlange stehen die Kunden – auf zwei Metern Abstand. Denn neben der Kälte gibt es ja auch noch das Coronavirus. Lebensmittel werden nur noch auf Distanz rausgegeben. Wir haben die Frankfurter Tafel bei ihrer Arbeit begleitet – mehr dazu sehen Sie im Video.

Etwa 20 Prozent der Bedürftigen kommen nicht mehr zur Ausgabe

Ausgabeleiterin Gabrielle Walther gießt heißen Tee in einen Becher und übergibt ihn einem Bedürftigen, der in der eisigen Kälte in der Schlange steht. "Ich glaube einfach mir ist es im Leben ganz gut gegangen und ich möchte das einfach weitergeben. Und diese Leute, die Mitte des Monats darauf angewiesen sind ihre Lebensmittel bei der Kälte zu holen, die brauchen wirklich unsere Hilfe", erklärt sie uns im Interview.

Die Kunden geben ihre Wünsche ab, bezahlen einen Euro und werden dann von einem Tafelmitarbeiter bedient. Seit der Coronakrise kommen rund 20 Prozent der Kunden nicht mehr zur Ausgabe. "Wir haben im Büro viele Anrufe: Seid ihr überhaupt da? Und wir sind immer wieder erstaunt und sagen: Ja, natürlich", erklärt uns Edith Kleber aus dem Vorstand der Frankfurter Tafel.

Gerade in dieser schwierigen Zeit wollen sie umso mehr für die Bedürftigen da sein – selbst wenn ihr Angebot nur eingeschränkt funktionieren kann.