Özil: "Alle haben mich gefeiert"

05. Dezember 2013 - 10:50 Uhr

Mesut Özil hat sich in London bestens eingelebt. Während der "Zauberer von Özil" ('The Sun') von den britischen Medien und den Fans gebetsmühlenartig wie ein Heilsbringer gefeiert wird, kommt auch der Nationalspieler aus dem Schwärmen für seinen neuen Club FC Arsenal nicht heraus.

Mesut Özil; FC Arsenal
Hat beim FC Arsenal schnell eine neue Heimat gefunden: Mesut Özil.
© REUTERS, EDDIE KEOGH

"Ich fühle mich dort sehr wohl. Arsene Wenger gibt mir das Vertrauen, er ist ein super Trainer mit klaren Vorstellungen", sagte der 24-Jährige. Auch Anpassungsschwierigkeiten mit seinen Mitspielern gebe es keine. "Die Mannschaft steht hinter mir", so Özil, der sich mit einem Lied zum Einstand direkt in die Herzen der Kollegen geträllert hat: "Es war ein türkischer Song. Keiner hat was verstanden und alle haben mich gefeiert. Das hat mir gut gefallen."

Worum es sich in dem Song handle, wolle er aber nicht verraten. "Es war ein persönlicher Song", so Özil, der restlos happy ist, nach "drei schönen Jahren" bei Real Madrid eine neue Herausforderung gefunden zu haben. "Die Premier League ist die stärkste Liga der Welt, weil sie so ausgeglichen ist", so der Mittelfeldspieler, der mit den 'Gunners' nach sieben Spieltagen die Tabelle anführt.

Khedira: "Wenn man Özil abgibt, schadet es jedem Verein"

Einzig Nationalmannschafts-Kamerad Sami Khedira scheint Özils abruptem Weggang von den 'Königlichen' zumindest heimlich eine Träne nachzuweinen. "Wenn man eine Qualität wie Özil abgibt, schadet es jedem Verein", sagte der 26-Jährige, der gemeinsam mit Özil nach der WM 2010 nach Madrid gewechselt war. "Ich bin aber auch nur Angestellter des Vereins. Mesut scheint glücklich zu sein, das ist das Wichtigste", so Khedira vielsagend.

Und Mesut ist glücklich – auch fernab des Platzes. Selbst an den auf der Insel herrschenden Linksverkehr hat er sich schnell gewöhnt, wenn auch mit Hilfe seiner deutschen Teamkollegen. "Per Mertesacker hat mir beim Linksverkehr geholfen. Es war gar nicht so schwer", bemerkte Özil, der mit Mertesacker, Lukas Podolski, Serge Gnabry und Thomas Eisfeld ein deutsches Quintett beim Londoner Traditionsverein bildet.

Vor allem von Gnabry ist Özil angetan. "Er ist sehr sehr talentiert", schwärmte der gebürtige Gelsenkirchener über den 18-Jährigen, der vor rund zwei Wochen gegen Swansea City sein erstes Premier-League-Tor erzielt hatte. "Wir machen auch privat sehr viel", so Özil. Es scheint, als habe er tatsächlich im Eiltempo eine neue Heimat gefunden.