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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz im großen RTL-Interview mit Antonia Rados

Antonia Rados trifft Österreichs Kanzler
Antonia Rados trifft Österreichs Kanzler Interview mit Sebastian Kurz 02:38

Kurz: "Ich habe von Anfang eine klare Linie vertreten, die sich auch durchgesetzt hat"

Schon nach seiner Wahl zum österreichischen Bundeskanzler galt Sebastian Kurz als Gegenentwurf zu Angela Merkel. Mit 31 ist Kurz der jüngste Regierungschef Europas. In der Außenpolitik und der Flüchtlingsfrage vertritt er klare - manchmal radikale - Positionen. Unsere Auslands-Chefkorrespondentin Antonia Rados hat Kurz für ein RTL-Interview getroffen.

Sebastian Kurz will Gegenpol zu Angela Merkel und Emmanuel Macron sein

Die konservative Partei ÖVP von Kanzler Kurz hat zusammen mit der rechten FPÖ in Österreich für einen deutlichen Rechtsruck gesorgt. 100 Tage ist die neue Regierung nun im Amt. Sebastian Kurz steht für klare Regeln bei der Einwanderungspolitik und will in Europa seinen Einfluss geltend machen. "Die Europäische Union ist mehr als nur Merkel und Macron", sagt Kurz und sieht sich als Vermittler zwischen West und Ost. 

"Ich habe von Anfang eine klare Linie vertreten, die sich, wenn man ehrlich ist, auch durchgesetzt hat", sagt Kurz, um zu ergänzen: "Deutschland und andere Staaten, die mir 2015 intensiv widersprochen haben, haben zumindest ein Stück weit ihre Flüchtlings- und Migrationspolitik verändert." 

Gute Umfragen nach 100 Tagen

Zunehmend sieht sich Kurz als Wortführer gegen die zwei mächtigsten Länder Deutschland und Frankreich. Bei den geplante EU-Reformen sollen eben alle mitreden. Ein Vermittler, der Europa zugleich spaltet. Auch Merkels vorsichtiger Türkei-Kurs gefällt Kurz nicht. Gute Umfragen nach 100 Tagen bestätigen ihn. Gegen Merkel aufzutreten, zahlt sich heute aus in Europa.  

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