So erlebte Nathalie Birli ihren Entführer

"Er wollte seine Wut loswerden - mit Gewalt"

29. Juli 2019 - 16:02 Uhr

"Meiner Meinung nach ist er schizophren"

Er hat sie mitten auf der Straße angefahren. Doch anstatt anzuhalten und sich zu entschuldigen, verprügelt und entführt er die 27-jährige Triathletin Nathalie Birli. Er wollte "einfach seine Wut loswerden, er hat dann später auch erzählt, dass es zufällig ich war und seine Freundin ihn betrogen hat und er an irgendjemandem seine Wut loswerden wollte", erzählt Nathalie Birli im RTL-Interview. Wieso sie den Entführer für schizophren hält, erfahren Sie im Video.

Sein Haus war verwahrlost

Nachdem der Entführer Nathalie Birli angefahren, verprügelt und gefesselt hatte, brachte er sie in sein Haus. Mehr als sechs Stunden hielt er sie hier gefangen - und versuchte sie zu ersticken und zu ertränken. "Das ganze Haus war verwahrlost, es lagen Kleidungsstücke und Dreck am Boden", erinnert sich die 27-Jährige. "Das einzig schöne waren die Orchideen".

Birlis Entführer zeigte schizophrene Züge

Mit den Blumen kam der Wendepunkt. Als die Radsportlerin den Entführer auf die Orchideen ansprach, wurde er gesprächig. "Es war wie ein Wandel, als wenn er schizophren wäre. [...] Er hat sich komplett geändert, von diesem wutgetriebenen Menschen zu einem Menschen, mit dem man reden kann", erzählt Nathalie Birli. Am Ende des Gesprächs ließ er sie sogar frei.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Er habe in Panik gehandelt

Der Entführer, ein 33-jähriger Steirer hat seine Tat mittlerweile gestanden. Allerdings habe er die Radfahrerin nicht absichtlich mit dem Auto erfasst. Im Haus habe er sie weder sexuell missbraucht noch daran gedacht, sie umzubringen. Er habe in Panik gehandelt. ​Derzeit befindet er sich noch in U-Haft.