Deutsche (47) schickte ihm Fotos und Videos

Österreicher soll Mutter aus Karlsruhe zum Missbrauch ihrer Tochter angestiftet haben

Kindesmissbrauch (Symbolfoto)
© dpa, Nicolas Armer, dav soe cv fie

02. Juli 2020 - 12:54 Uhr

Verbreitung auch über Social-Media-Kanäle

Es ist ein ungeheuerlicher Verdacht, der gegen eine Mutter aus Karlsruhe im Raum steht: Die Frau hat angeblich ihre zwölfjährige Tochter sexuell missbraucht. Nun gab die Polizei bekannt, dass die Mutter von einem Mann angestiftet worden sein soll. Die Polizei war bei ihren Ermittlungen in Österreich auf die Spur der 47 Jahre alten Deutschen gekommen.

Während seiner Vernehmung kamen Porno-Nachrichten bei ihm an

Ermittler des Landeskriminalamtes Steiermark durchsuchten Anfang Juni das Haus eines 43-Jährigen. Er soll kinderpornografische Inhalte besessen sowie weitergegeben haben, teils via Social-Media-Kanäle.

Der Verdächtige aus der Obersteiermark räumte ein, Inhalte an eine "Userin" im Netz verschickt zu haben. Kinderpornografisches Interesse bestritt er. Die Ermittler hatten aber schnell den Verdacht, dass der Mann die bis dahin unbekannte 47-jährige Deutsche zu sexuellen Handlungen an ihrem minderjährigen Kind angestiftet hatte.

Der Mann habe immer wieder Fotos und Videos von ihr erhalten - auch während seiner Vernehmung kam eine Nachricht mit pornografischem Inhalt an. Die österreichische Polizei informierten sofort ihre deutschen Kollegen. 

Zwölfjährige ist in staatlicher Obhut

Die durchsuchten umgehend die Wohnung der Beschuldigten in der Nähe von Karlsruhe. Die Mutter wurde noch am selben Tag in Berlin festgenommen. Die Ermittlungen gegen den einschlägig vorbestraften 43-jährigen Steirer sowie die Auswertung von sichergestellten Datenträgern dauern an. Das Mädchen ist in staatlicher Obhut.