27. Juni 2019 - 10:44 Uhr

Die Kinder waren sehr enttäuscht

In Scharnstein in Österreich sind 40 Viertklässler zur Fahrradprüfung angetreten. Weil es dabei aber so viel Chaos gab, wurde die Prüfung abgebrochen und alle 40 Kinder fielen durch, wie die österreichische Zeitung "Heute" berichtete. Die Fahrradführerschein-Anwärter waren am Boden zerstört und müssen sich jetzt noch mal prüfen lassen.

Kinder fuhren nicht hintereinander, sondern alle auf einmal

Der Plan war offenbar, dass alle 40 Kinder nacheinander eine bestimmte Strecke abfahren sollten. Jeder Viertklässler erhielt eine Startnummer, wie die Zeitung berichtete. Doch dann entstand plötzlich Durcheinander, denn die Kinder überholten, fuhren zu dicht auf oder radelten nebeneinander her, anstatt wie besprochen hintereinander zu fahren. Außerdem hatten wohl viele Probleme beim links abbiegen.

Weil die Polizeibeamten die Situation nicht mehr überblicken konnten, griffen sie ein und schickten die Kinder ohne Fahrradführerschein nach Hause. Die Enttäuschung war da natürlich riesengroß. Die Kinder seien den Tränen nahe gewesen, sagte ein Vater der Zeitung "Heute".

War es wirklich gerecht, alle durchfallen zu lassen?

Er kritisierte, dass man die Kinder zu dicht hintereinander hätte starten lassen. Außerdem fand er es ungerecht, dass alle 40 Prüflinge durchgefallen seien – auch die, die keine Fehler gemacht hätten. Zumindest bekommen jetzt auch alle in zwei Wochen noch mal eine Chance, der Polizei zu beweisen, dass sie das Fahrradfahren beherrschen. Denn dann ist ein neuer Prüfungstermin für die Grundschüler angesetzt. Bis dahin können alle die Strecke noch ein bisschen üben.

Übrigens: Diese Regeln sollte man als Radfahrer unbedingt beachten.