Er sollte die Tiere füttern und versorgen

Militärhunde töten Hundeführer in österreichischer Kaserne

© dpa, Thomas Frey

19. November 2019 - 9:29 Uhr

Kollege fand die Leiche bei den Hundezwingern

In einer Kaserne in Österreich ist ein 31 Jahre alter Hundeführer ums Leben gekommen. Offenbar wollte der Unteroffizier die Tiere gerade versorgen, als sie ihn in der Zwingeranlage attackierten. Ein Kollege fand die Leiche des Mannes nachts in der Flugfeld-Kaserne (50 Kilometer südlich von Wien). 

Seinen eigenen Diensthund ließ er im Auto

Nach bisherigen Erkenntnissen ging der 31-Jährige gegen 16 Uhr los, um sich um die Militärhunde zu kümmern. Seinen eigenen Diensthund ließ er dabei in seinem Fahrzeug, wie das österreichische Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung erklärte. Was danach passierte ist unklar.

Der Mann hätte die Tiere füttern und betreuen sollen, doch irgendetwas muss dabei schiefgegangen sein. Gegen 2 Uhr nachts fielen dem diensthabenden Offizier der Flugfeld-Kaserne zwei freilaufende Belgische Schäferhunde auf dem Gelände auf. Er alarmierte einen Hundeführer, der die Tiere wieder einfing und zurück in ihre Zwinger brachte. Als der Mann die Anlage dann noch einmal kontrollierte, entdeckte er seinen Kollegen, der seinen schweren Verletzungen erlegen war.

Österreichisches Bundesheer will Vorfall untersuchen

Diensthunde töten Hundeführer
Das österreichische Bundesheer will nun untersuchen, wie genau der Hundeführer ums Leben kam. (Motivbild)
© deutsche presse agentur

Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, muss nun geklärt werden. "Das Bundesheer hat eine Unfallkommission eingerichtet, die unter anderem aus einem Veterinärmediziner, einem Arzt und einem Rechtskundigen besteht", teilte das Verteidigungsministerium mit. Auch die Polizei ermittelt in dem Fall.

Das österreichische Bundesheer setzt zurzeit 70 Militärhunde ein. Darunter sind laut Ministerium 41 Rottweiler, 15 Belgische Schäferhunde, fünf Deutsche Schäferhunde sowie neun Labradore.