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Ölpest in Kalifornien: Unzählige Tiere in Lebensgefahr

Ölpest in Kalifornien: Unzählige Tiere in Lebensgefahr

Umweltaktivisten fordern alternative Energiegewinnung

Eine Stunde brauchen drei Tierpfleger, um einen Pelikan vom Öl zu befreien. Doch nach dem Bruch einer Öl-Pipeline vor der US-Westküste vor sechs Tagen werden tausende Vögel verklebt in Kalifornien angeschwemmt.

Tierschützer in Kalifornien reinigen einen Pelikan
Zwei Tierschützer befreien einen Pelikan vom Öl.
REUTERS, LUCY NICHOLSON

Jody Westberg, Tierpflegerin bei Seaworld, ist eine von denen, die mithelfen: "Wenn die Tiere da reingeraten, gibt es kaum Hoffnung. Wenn es keine Einrichtungen wie Seaworld oder andere Tierpfleger gäbe, würden sie alle verenden. Sie hätten keine Überlebenschance."

Aber auch so kommt für viele Tiere die Hilfe zu spät. Der langwierige Reinigungsprozess zeigt, welche verheerenden Folgen der Ölteppich anrichtet. Auch vorbeiziehende Wale und andere Meerestiere sind von der Ölpest bedroht. 400.000 Liter strömten aus der gebrochenen Pipeline ins Meer.

Der Betreiber wehrt sich gegen Vorwürfe, zu spät reagiert zu haben: "Es ist viel sicherer, wenn die Ölpipeline Schritt für Schritt und kontrolliert dicht gemacht wird." Für Umweltaktivisten ist diese Öl-Katastrophe ein weiterer Grund, auf alternative Energiegewinnung umzusteigen.