26. Juli 2013 - 13:17 Uhr

US-Behörde verhängt Strafe gegen Ölkonzern

Rund 18 Monate ist die verheerende Ölpest im Golf von Mexiko her. Nach der Explosion der Ölplattform 'Deepwater Horizon' im April 2010 floss monatelang Rohöl ins Meer. Jetzt hat die für Tiefseebohrungen zuständige US-Behörde Strafen gegen den britischen Ölkonzern BP verhängt.

Und nicht nur BP wird zur Verantwortung gezogen - erstmals wurden auch Strafen gegen dessen Vertragspartner verhängt. Die neu gegründete Behörde für Umweltsicherheit erklärte BP, Transocean und Halliburton in insgesamt 15 Fällen der Rechtsverstöße für schuldig.

Wie hoch die Strafen ausfallen, wurde zunächst nicht bekannt. Je Anschuldigungspunkt können bis zu 35.000 Dollar pro Tag fällig werden. Die Schweizer Transocean war der Betreiber der Ölplattform 'Deepwater Horizon'.

Der US-Konzern Halliburton war für die Bohrloch-Zementierung zuständig. BP streitet sich mit beiden Unternehmen vor Gericht über die Verantwortlichkeiten in der größten Ölkatastrophe in der Geschichte der USA. Transocean kündigte an, gegen die Entscheidung der US-Behörde Berufung einzulegen. BP erklärte, der Konzern fordere andere Unternehmen weiterhin auf, ihre Verantwortung anzuerkennen. Bei Halliburton war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.