11. Februar 2016 - 15:46 Uhr

Fünf Monate nach Beginn der schwersten Ölpest in der US-Geschichte ist das Ende in Sicht: Ingenieure des britischen BP-Konzerns haben mit der "Operation Bottom Kill" damit begonnen, die defekte Ölquelle im Golf von Mexiko endgültig zu versiegeln. Dabei wird in rund 4.000 Meter Tiefe unter dem Meeresboden Schlamm und Zement in das Bohrloch gepresst, um die Quelle zum Versiegen zu bringen.

Der Sonderbeauftragte der Regierung, Thad Allen, hoffte, noch am Samstag das Ende der Arbeiten bekanntgeben zu können. "Wir erwarten, dass die Quelle an diesem Samstag vollständig versiegelt ist", teilte auch BP mit.

Es wäre das Ende einer fünf Monate andauernden Katastrophe, bei der weite Teile der US-Küste am Golf von Mexiko verseucht wurden. Seit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" Ende April flossen rund 660.000 Tonnen Rohöl ins Meer - wesentlich mehr als bei der Havarie des Tankers "Exxon Valdez" 1989 vor Alaska.