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Öffentlicher Dienst: Warnstreiks in Niedersachsen geplant

Ein Mann hat am bei einem Warnstreik vor dem roten Verdi-Logo eine Trillerpfeife im Mund. Foto: Patrick Seeger/dpa
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22. September 2020 - 17:34 Uhr

Große Einschränkungen möglich

Nach erneut gescheiterten Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft Verdi für diese Woche zu ersten Warnstreiks in Niedersachsen aufgerufen. Dabei ist noch völlig unklar, welche Bereiche des öffentlichen Dienstes ihre Arbeit niederlegen werden. Möglich ist tatsächlich, dass Belegschaften aus Kitas und Krankenhäusern streiken, genauso wie Arbeitnehmer im Bereich öffentliche Verkehrsmittel.

Streik mit Infektionsschutz

"Geplant sind in den nächsten Tagen dezentrale Streiks unter Corona-Bedingungen", sagte Gewerkschaftssprecher Matthias Büschking. Welche Städte in Niedersachsen genau betroffen sind und wo es schon heute losgeht, konnte der Gewerkschaftssprecher noch nicht sagen.

Die Bürger müssten mit Einschränkungen rechnen, betonte er. In Verden etwa sind am Donnerstag Beschäftigte der Stadt zum Warnstreik aufgerufen. Doch viele Menschen haben anscheinend Verständnis für diese Maßnahmen, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt.

Größere Verdi-Streiks hatten im Jahr 2018 zu großen Einschränkungen des öffentlichen Lebens geführt, unter anderem fielen zahlreiche Flugverbindungen aus.

Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben in den ersten zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.


Quelle: DPA/rtl.de