Wassereinlagerungen können auf ernste Erkrankungen hinweisen

Ödeme: Das hilft bei geschwollenen Händen und Füßen

15. November 2019 - 12:55 Uhr

Ödeme können viele Ursachen haben

Geschwollene Hände und Füße können viele Ursachen haben: Zu langes Stehen, Sitzen oder Hitze lässt unsere Hände und Beine schnell mal anschwellen. Im Video zeigen wir Ihnen einfache Tipps, die gegen Wassereinlagerungen helfen können. Tauchen diese Ödeme allerdings häufiger auf oder halten länger an, können sie auch auf Erkrankungen hinweisen.

Wie entstehen Ödeme?

Wassereinlagerungen entstehen, wenn Flüssigkeit aus einem Blutgefäß- oder Lymphsystem austritt und sich in umliegenden Körperbereichen ansammelt. Am häufigsten sind dabei unsere Extremitäten betroffen, also Arme, Beine, Hände und Füße.

Die Ursachen können harmlos sein. Stehen wir beispielsweise viel, so sackt unser Blut in die Beine, denn es wird nicht mehr mit Hilfe sich bewegender Muskelgruppen durch den Körper gepumpt. Dabei entsteht mehr Druck und das Wasser wird aus den Gefäßen ins Gewebe gepresst.

Auch Hitze kann ein Grund sein. Dahinter steckt die Hitzeregulierung unseres Körpers: Um Wärme besser abgeben zu können, erweitern sich die Blutgefäße. Die Blutzirkulation verlangsamt sich, die Venen werden weniger elastisch, aber durchlässiger. So gelangt Flüssigkeit ins umliegende Gewebe.

So können Sie dicken Beinen & Co. vorbeugen

  • Vermeiden Sie zu viel salz- und eiweißhaltige Kost. Diese fördert Einlagerungen im Gewebe. Salz ist zwar wichtig für den Körper, bindet aber bei zu hohen Mengen Körperflüssigkeiten im Gewebe. Würzen Sie lieber mit Kräutern statt mit Salz. Und Finger weg von zu vielen Fertiggerichten.
  • Trinken Sie ausreichend! Achten Sie darauf, dass Sie besonders im Sommer immer ausreichend Wasser zu sich nehmen, sprich zwei bis drei Liter pro Tag. Wenn Ihr Körper nämlich zu wenig Wasser zugeführt bekommt, kann es zu einer Nierenfunktionsstörung kommen – was wiederrum zu Wasseransammlungen führt.
  • Bringen Sie Ihre Durchblutung in Schwung! Wenn Sie sich viel und regelmäßig bewegen und Wechselduschen durchführen, fördern Sie damit Ihre Durchblutung und beugen Wassereinlagerungen langfristig vor.

Krankheiten als mögliche Ursachen für Ödeme

Wenn Ödeme wiederkehren und nicht ab und zu mal bei großer Hitze auftauchen, sollten Sie jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn die Schwellungen können auf ernsthafte Krankheiten hinweisen.

Die häufigste krankhafte Ursache dafür sind Durchblutungsstörungen. Dafür kann eine Venenschwäche der Grund sein, vor allem wenn auch Besenreiser oder Krampfadern auftreten. Aber auch Störungen in den Lymphgefäßen können Schwellungen auslösen.

Doch Ödeme können auch auf ein Anzeichen für eine Erkrankung des Herzens, der Nieren oder der Leber sein. Auch durch Tumore, Eiweißmangel, Diabetes, Allergien oder Essstörungen können Ödeme entstehen. Schwellungen können aber auch die Folge von Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch sein, durch Hormonstörungen, zum Beispiel Schilddrüsenunterfunktionen oder Hormonschwankungen, etwa vor der Menstruation oder in der Schwangerschaft auftreten.