Angebliche Schüsse nach Autounfall

War es Notwehr? 22-Jähriger hackt Mann mit Machete die Hand ab

Beide Männer wurden bei dem Macheten-Vorfall in Ochtendung verletzt und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.
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11. August 2020 - 12:00 Uhr

Tat in Rheinland-Pfalz gibt der Polizei Rätsel auf

Ein 22-Jähriger soll in Rheinland-Pfalz einem anderen jungen Mann mit einer Machete eine Hand abgetrennt haben. Der 21-Jährige erlitt bei der Tat in Ochtendung außerdem Verletzungen am Kopf und schwebte zeitweise in Lebensgefahr, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilte. Nun prüft die Polizei, ob der Macheten-Mann in Notwehr handelte.

Schreckschusspistole aus Handschuhfach geholt?

Zu dem Vorfall war es am späten Samstagabend in der Nähe einer Grillhütte gekommen. Der 22-Jährige habe den Ermittlern erzählt, dass er zuvor von dem Jüngeren beschossen worden sei. Er habe mit der Machete in seiner Gartenlaube Feuerholz gehackt, als er einen Autounfall auf einem nahen Waldweg bemerkt habe. Als er dem Fahrer habe helfen wollen, habe dieser plötzlich eine Schusswaffe aus dem Handschuhfach geholt und mehrfach auf ihn gefeuert. Als Reaktion darauf habe er dem Fahrer mit der Machete eine Hand abgetrennt. Minuten später seien zwei Männer aus der Richtung des Grillplatzes gekommen und hätten ihm mehrmals ins Gesicht geschlagen.

Aufgrund seiner Verletzungen musste auch der 22-Jährige im Krankenhaus versorgt werden. Bei der Schusswaffe handelte es sich laut Staatsanwaltschaft um eine Schreckschusswaffe. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauerten noch an. Derzeit könne nicht ausgeschlossen werden, dass der 22-Jährige aus Notwehr handelte, hieß es. Gegen ihn werde nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Er sei zunächst festgenommen worden, später aber wieder auf freien Fuß gekommen.